Fabian Molina tritt auf Juni als JUSO-Präsident zurück

JUSO-Präsident Fabian Molina gibt sein Amt auf Ende Juni 2016 ab, wie er am ersten Tag der Jahresversammlung (JV) der JUSO Schweiz in Bern bekannt gab. Thematisch stand das Thema Antifaschismus auf dem Programm, zu dem die Delegierten ein Papier verabschiedeten. Am Samstagabend finden im Beisein von SP-Präsident Christian Levrat die Feierlichkeiten zum Jubiläum 110 Jahre JUSO Schweiz statt.

Unter dem Motto „Keine Rose ohne Dornen“ fand heute in Bern der erste Tag der JV der JUSO Schweiz statt. In seiner Rede vor den rund 250 Delegierten blickte JUSO-Präsident Fabian Molina auf die traditionsreiche Geschichte der jungsozialistischen Bewegung zurück und warnte vor der aktuellen Gefahr von Rechts auch nach Ablehnung der Durchsetzungsinitiative: „Wenn wir uns keine Sorgen machen, tut es keiner. Nicht einmal Nazi-Verherrlichungen, nicht einmal offen verfassungsfeindliche Parolen vermögen noch einen Aufschrei zu produzieren in diesem Land.“

Im verabschiedeten Papier „No pasarán: Nie wieder Faschismus!“ bekräftigten die Delegierten deshalb die antifaschistische Tradition der JUSO. Faschistoide und offen faschistische Parteien gewinnen aktuell in ganz Europa immer mehr an Rückhalt. Auch in der Schweiz fallen rechtsnationalistische Parolen und der Kampf gegen Menschenrechte und Demokratie auf immer fruchtbareren Boden. Für die JUSO ist klar: Menschenverachtende rechte Politik muss immer und überall konsequent und mit allen Mitteln bekämpft werden. Faschistoide Parteien müssen, wo immer möglich, vom politischen Prozess ausgeschlossen werden. Anders als für die neoliberalen Wortführenden ist für die JUSO aber eindeutig, dass eine nachhaltige Bannung der rechten Gefahr nur durch den Kampf gegen den Kapitalismus möglich ist.

Zudem gab Fabian Molina seinen Rücktritt auf Ende Juni 2016 nach knapp zweieinhalb Jahren im Amt bekannt. Zusammen mit dem Präsidenten treten am 18. Juni auch Vize-Präsidentin Hanna Bay und Vize-Zentralsekretär François Clément aus der Geschäftsleitung zurück. Die JUSO bedauert diese Abgänge und bedankt sich bereits jetzt für die geleistete Arbeit. Nach dem Abstimmungskampf über die Spekulationsstopp-Initiative und vor der Abstimmung über das neue Nachrichtendienstgesetz scheint für Wechsel an der Spitze aber ein geeigneter Zeitpunkt. Alle Mitglieder der Geschäftsleitung stellen sich am morgigen zweiten Tag der JV zur Wiederwahl.

Am heutigen Abend finden im Kulturzentrum Progr die Feierlichkeiten zum 110-jährigen Jubiläum der JUSO statt. Erwartet werden neben SP-Präsident Christian Levrat, SP-Co-Generalsekretärin Leyla Gül und den ehemaligen JUSO-Präsidenten Cédric Wermuth und David Roth zahlreiche Gäste aus der ganzen Schweiz sowie internationale Gratulant_innen.

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