Libertäre in Argumentationsnot

"Das globale Salärniveau wird nicht in Schaffhausen festgelegt", sagte Villiger kürzlich im Tagi. Jedes mal wird - einfach gesagt - damit argumentiert, dass die hohen Boni zwar nicht gerecht seien, sie seien jedoch nötig, um im globalen Wettbewerb mithalten zu können (Wieso, wenn schon alle Chefs der international tätigen Grossbanken die Boni nicht gerecht finden, setzen sie sich dann nicht mal zusammen an einen Tisch und lösen es global? Sie hätten es in der Hand!). Dass aus allfälligen Regulierungen "Verluste" bzw. etwas tiefere Gewinne resultieren könnten ist einleuchtend, müsste jedoch aus sicht der neoliberalen und marktgläubigen Manager die Frage aufwerfen, ob da nicht irgendetwas falsch läuft. Sind es nicht sie, die sagen dass die "unsichtbare Hand des Marktes" schon schaut, dass alles ethisch legitim und korrekt abläuft. Gleichzeitig behaupten sie jetzt, dass die hohen Boni eben nicht legitim seien. Widersprüche am Laufmeter, das soll einer noch verstehen...

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