Kommentiert von Jaaber (nicht überprüft) am 25. Oktober 2009 - 12:17
Wieso überhaupt 1:12 und nicht 1:6 oder 1:20? Ist doch sehr beliebig oder willkürlich. Und es ist doch einfach so, dass Menschen unterschiedlich sind, z.B. in ihrem Verständnis zum Erwerb (vom Brotjob bis zur Traumberufung) und deshalb unterschiedlich engagiert, was sich auch im Lohn niederschlagen darf. Wem eine Unternehmung mit (zu) grosser Lohnschere nicht passt, kann sie ja umgehen, als Angestellter, Kunde oder Aktionär. Und dann die Umgehungsmöglichkeiten. Eine Unternehmung könnte sich aufspalten in eine "Management-Tochter", in der die höchsten Löhne bezahlt werden, in eine "Kader-Tochter", in der mittlere Löhne entrichtet werden, in eine "Produktions-Tochter", in der ..... Und Arbeiten die tief entlöhnt werden, werden outgesourct. Es wären wieder die Schwächsten, die entsprechend schlechte Arbeitsbedinungen hätten, weil sie in Unternehmen angestellt wären, die kaum öffentlich auftreten und damit kaum ein Reputationsrisiko eingehen würden (vgl. outgesourcte Call-Centers, Reinigungsfirmen, etc.). Die Initiative ist moralisch und emotional nachvollziehbar, zielt aber rational ins Leere.
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