Kommentiert von Patrice (nicht überprüft) am 26. Oktober 2009 - 11:36
Also, nur so zur Info: ich bin in der Wirtschaft tätig. Und extremst mit Themen der Betriebs- und Volkwirtschaft vertraut...
Vielleicht 2-3 Punkte:
an aRes: Dein Beitrag finde ich sehr gut
- "es gibt bestimmt Manager, die haben sogar weniger als das 12x des Mindestlohnes verdient" --> das stimmt und sie fliegen in der Regel raus
- "Durch wenn werden die Unternehmen schliesslich milliardenschwer? Richtig - durch ihre Strategen." --> stimmt auch
Zu Deiner Frage aber: "Wer soll nun kontrollieren, wer wie viel wert ist?"
Die Antwort ist natürlich niemand. Die Unternehmungen kontrollieren das sehr gut selber... Das einzige Problem erscheint in Topetagen, wenn zuviel Risiko eingegangen ist. Das nennt man auch "Moral Hazard" (wikipedia für diejenige, die nicht wissen wovon ich rede und ernsthaft irgendeinmal zu diesen Thema stellen nehmen wollen)
Es gibt verschiedene Ansätze dieses Problem zu regulieren:
- Leider sind die meisten nur dann gut, wenn sie flächendeckend angewendet werden, um Wettbewerbverzerrungen zu verhindern.
- Und dazu: Die Initiative 1:12 ist eine von den schlechtesten Ideen, die ich bisher gehört habe, um es zu regulieren. Es stammt zwar von einem kompetitiven Unternehmen namens "Whole Foods" (die JuSo hat nichts erfunden, sorry für diejenige, die sich selbst als Genien vorzeigen wollten), ist aber keinesweg quer durch die Wirtschaft mehrwertbringend anwendbar
Unter den guten Ansätzen gilt zum Beispiel das Prinzip Boni länger zu "frieren", d.h. die verdiente Stock-Options oder Aktien dürfen nur viel später verkauft werden, damit gesichert wird, dass nicht kurzfristig gehandelt wird.
am Gast, der nicht einmal den Mut aufbringt sich zu identifizieren (Gratuliere):
Vorwort) Es mag Deine Weltvorstellung und Deine Frustation lindern, dass Du so denkst. Es tut mir leid, dass Du es wahrscheinlich nirgendwohin aus eigener Kraft geschafft hast...
Fakt) Die allermeisten Manager (99.9% oder so) sind teil des grössten Wettbewerbs der Welt:
a) Die Leistungen werden im Regelfall 2 bis 4 mal jährlich evaluiert.
b) Die Evaluation erfolgt in den meisten Konzernen ab mittlerer Kader nach dem 360° Grad Prinzip (es geben alle Feedback zur Leistung: Vorgesetzter, Kollegen auf gleicher Ebene, untergebene Mitarbeiter, Kunden, usw...)
c) Die Evaluation erfolgt in der Regel nach dem Balanced Scorecard Prinzip: Es werden allerlei Kennzahlen nachgeprüft: Umsatz und Profitabilität, die dem Gewinn streben aber auch Mitarbeiter und Kundenzufriedenheit, die der Nachhaltigkeit streben...
Ich würde mich schämen, wie Du zu argumentieren...
- anonym anstatt sich zu identifizieren
- anhand von Beisielen anstatt anhand von flächendeckenden Praxisbeispiele
- polemisch anstatt konstruktiv
Mit freundlichen Grüssen,
Patrice
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Also, nur so zur Info: ich