Kommentiert von Alberto (nicht überprüft) am 10. November 2009 - 9:36
Offensichtlich störten sich einige, dass ich in meinem Brasilien Beispiel nicht auf die technische Umsetzung der Initiative eingehen wollte. Es war mir ehrlich gesagt etwas zu blöd, auf die Aussagen eines gläseren Staates einzugehen.
Aber bitte, hier meine Stellungnahme: Jeder der in der Schweiz arbeitet, bezahlt Steuern und muss sein Einkommen versteuern (das war so und wird auch immer so bleiben). Tut er dies nicht, ist er ein Betrüger und muss entsprechend behandelt werden. Dazu gehören auch Topmanager, denn auch sie sind Angestellte der Unternehmung und nicht etwa die Eigentümer, auch wenn sie sich oftmals so aufführen. Sie haben einen Auftrag vom Verwaltungsrat erhalten und entsprechend verfügen sie über einen Arbeitsvertrag.
Also nimmt man tiefsten Lohn und vergleicht ihn mit dem Höchsten. Ist eigentlich ziemlich einfach. Versuchen Manager dies zu umgehen und nicht das korrekte Einkommen anzugeben, machen sie sich strafbar (ist und war immer so - wenigsten in der Thorie)
Aber nochmals, darum geht es doch gar nicht. Es geht darum, dass die Lohnschere immer grösser wird, die grosse Masse immer ärmer und eine kleine Elite immer reicher wird. Das ist eine ethische Frage - ich weiss, heutzutage ist es mit der Ethik nicht mehr weit her.
Falls es die Schweiz tatsächlich nicht fertig bringt eigene Manager auszubilden, die international konkurrenzfähig sind, müsste man wohl unser Bildungssystem hinterfragen. Globalisierung heisst nicht, dass wir alle unsere Grundwerte über Bord werfen. Eine gerechte und faire Lohnverteilung liegt im Interesse der Schweiz. Die Schweiz als Partner wird unter anderem geschätzt, da unsere Kultur auf Anstand und einem hohen Gerechtigkeitssinn basiert. Diese Managergehälter verstossen leider gegen diese schweizerischen Grundwerte. Wir diskutieren ja auch nicht die Todesstrafe in der Schweiz, einfach weil diese in anderen Ländern praktiziert wird und zwar aus dem selben Grund: Sie entspricht nicht unseren schweizerischen Werten.
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Offensichtlich störten sich