Trotz der Krise: Wenn es nach der Finma-Scheinlösung geht, wird auch bei der UBS munter weiter abgezockt.
 

Abgeschwächte Scheinlösung

Kaum. So will die Finma in Zukunft mit ihrem Rundschreiben die Boni bei den Schweizer Banken und Versicherungen regeln. Sie hat damit im Vergleich zu ihrem ersten Entwurf praktisch auf ganzer Linie den Abzockern nachgegeben.

Boni müssen nun zwar eine Spur transparenter sein und dürfen nicht mehr derart kurzfristig ausbezahlt werden wie bis anhin. Das ändert aber letztlich reichlich wenig. Denn die Fehlanreize von zu hohen Boni werden damit kaum eingeschränkt. Zudem betrifft die Mini-Regelung nur die 12 wichtigsten Banken und Versicherungen im Land.

Machen wir uns nichts vor: Bereits der erste Finma-Entwurf war eine Scheinlösung. Er hätte genauso wenig gegen Abzocker getan, wie es nun der definitive tut. Denn Manager, die sich mit ihren unverschämten Löhnen immer mehr vom Kuchen nehmen, sind - vor allem anderen - ein Problem für alle anderen Arbeitnehmer/innen, die nur Brosamen sehen. Sie werden nicht mehr verdienen, nur weil die Manager ein wenig transparenter oder langfristiger abzocken!

Das Abzocker-Problem lösen wir nur, wenn die Löhne der Manager oben beschränkt und an die anderen Löhne gebunden werden. Das tut einzig und allein die 1:12-Initiative: Niemand darf in einem Jahr weniger verdienen als ein Manager in einem Monat. Oder?

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