Dunkle Wolken über der UBS...
 

UBS-freie Zone!

In der ganzen Schweiz werden JUSOs ab morgen Anfragen einreichen, die die Gemeinde auffordern, bis auf weiteres alle geschäftlichen Beziehungen mit den Grossbanken UBS und Credit Suisse einzustellen. Diese sollen erst wieder aufgenommen werden, wenn sich die Grossbanken zu einer bedingungslosen Weissgeldstrategie im In- und Ausland bekennen und ihre Lohnpolitik wieder in einem vernünftigen Rahmen halten.

Die beiden Banken verhalten sich gegenüber der Öffentlichkeit und Gesellschaft beispiellos arrogant. Die überrissenen Löhne der Topkader und die krassen Lohnsscheren gefährden zunehmend den sozialen Zusammenhalt. Diese Politik ist von Verantwortungslosigkeit und Gleichgültigkeit gegenüber unserem Land und der Welt geprägt. Die öffentliche Hand kann dieses unethische Verhalten der Grossbanken nicht länger tolerieren. Solange die Grossbanken nicht einsichtig sind, sollen die Gemeinden daher auf geschäftliche Beziehungen mit ihnen verzichten.

Hier gehts zum Musterbrief.

Auf der Website www.ubsfrei.ch werden laufend die Gemeinden aufgeschaltet, in denen Anfragen oder Vorstösse eingereicht werden.

Kommentare

Super Idee!

Super Idee, JUSO! Es gibt genügend Alternativen zu den Gaunern von der UBS (zB Alternative Bank...).

Noch ganz im Kopf?

Jaa, ganz toll. Sagt mal, spinnt Ihr jetzt vollkommen? Anscheinend haben wir wirklich keine anderen Probleme mehr zu lösen... Und wie wärs, wenn sich zumindest einer von euch mal über die Konsequenzen eurer dämlichen Ideen bewusst werden würde? Stimmt, nicht möglich, von Wirtschaft versteht ja keiner von euch was. Schade...

Ethisch unkorrektes Handeln

Liebster Gast, ich passe mich dem Niveau deiner Frage an.... Spinnst du jetzt völlig? Die UBS und die Credit Suisse beziehen Staatshilfe, und bezahlen sich gleichwegs Milliardenboni. Die UBS und die Credit Suisse nehmen Gelder von KundInnen an, die ihr Land betrügen. Während BürgerInnen von Deutschland und den Vereinigten Staaten alle brav die Steuern bezahlen müssen, schleichen die Steuerbetrüger ihr Geld am Fiskus vorbei. Und die beiden Grossbanken machten das auch bewusst. Und dann soll mir einer noch sagen, ich spinne.

Ich mag vielleicht kein HSG Ökonome sein, ich hab vielleicht in meinem Leben noch nicht mit Millionenbeträgen hantiert. Aber ganz wohl weiss ich, was arrogant ist. Die UBS und die CS. Sie wirtschaften, wie sie es wollen, lassen Gesetze entstehen, die ihnen passen. Kurzum: Die beiden Grossbanken sind ethisch nicht tragbar für die Schweiz. Sie sind unschweizerisch und widersprechen jeder Moral.

Die wahren Konsequenzen...

Kollege, denk besser mal über die Konsequenzen nach, die durch das Handeln der Grossbanken verursacht werden. Mit deinen Steuern wurden 68 Milliarden Franken an die UBS bezahlt, mit denen die blanke Gier auch noch Subventioniert wurde. Risiken werden eingegangen (um den Gewinn zu steigern, bzw. zu maximieren), welche sich eine normale Bank nie erlauben könnte, da sie nicht den Staat und die Politik (bürgerliche Mehrheit, klingelts?) im Rücken hat, welche sie letztlich rettet. Was denkst du richtet das für einen Schaden an? Die paar Milliönchen, welche die UBS verliert, wenn ein paar Gemeinden nicht mehr mit ihr geschäften, schmälern letztlich nur den Milliardengewinn, also komm mir ja nicht mit Arbeitsplatzverlust.

Ablenkungsmanöver

Mit viel Getöse und Geschrei versucht Ihr davon abzulenken, dass die übertrieben, hochgefahrenen Sozialstaatsleistungen in Europa kollabieren. Das Geld ist schlicht nicht mehr vorhanden, ausses man druckt es... Der Sozialismus, wie Ihr ihn in den Köpfen habt, wird von den jungen, aufstrebenden Staaten der Schwellenländer nicht mehr mitgetragen. Und bei uns merken die Leute eben auch, dass die roten "Rattenfänger von Hameln" den wirtschaftlichen Abstieg nur noch verstärken. Today Asia and South America rule, tomorrow it will be Africa - without Socialism...

Joseph E. Stiglitz versteht

Joseph E. Stiglitz versteht viel von Wirtschaft (2001 erhielt er den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften) und er empfiehlt sehr wohl Regulation des Finanzsektor. Und kritisiert sehr scharf das aktuelle laissez-faire. Es sind also nicht irgendwelche aus der Luft genommenen Vorschläge, die von links kommen. Sondern unterstützt von Wissenschaftler. Falls du aber den letzten Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften gewonnen hast, bitte entschuldige mich für meine forsche Antwort.

Geld existiert

Tut mir leid, Marabu, das Geld existiert aber. Das ist irgendein Hirngespinst, dass uns die Neoliberalen, die Ökonomen stets vorgaukeln wollen. Wir müssen arbeiten, wir müssen Wert generieren mit unserer Arbeit, das sei die Wirtschaft.

Wir sind alle ArbeiterInnen, verdienen unseren 2'000 bis 20'000 Franken Lohn. Wir können mehr oder weniger davon leben, und wir machen die Wirtschaft aus. Ohne uns ArbeiterInnen funktioniert nichts. Aber trotzdem erlauben sich einige wenige, mehr für sich zu beanspruchen. Bankier, Spekulaten kaufen und verkaufen unsere Nahrungsmittel, unsere Wertstoffe in Millisekundenabständen, und profitieren von den schwankenden Preisen. Sie verdienen sich dabei eine halbe Million Franken im Jahr... und wir KonsumentInnen werden mit Preiserhöhungen, oder die Lohnkürzungen bestraft.

Wie pervers viel Geld im spekulativen Handel liegt, siehst du klar bei den Managern von UBS und CS, die jährlich mehrere Millionen Franken verdienen wollen. Und dann willst du mir sagen, dass es kein Geld mehr gibt? Weltweit haben wir Milliardäre, die unzählbar viel Geld verdient haben. Werden die besteuert? Kaum schmerzlich, der schlechtverdienende Büezer hingegenschon. Wir haben SportlerInnen, die hunderte von Millionen verdienen.

Das Geld ist da. Aber schau, Marabu, was zur Hölle hat das mit UBS/CS zu tun? Ich sollte vielleicht mal den Spruch «Do not feed the trolls» anwenden...

Wahre Konsequenzen?

Der Steuerzahler hat bisher von der UBS profitiert. Die Wandelanleihe im Umfang von 6 Milliarden wurde von Steuergelder finanziert und mit 1.2 Milliarden Gewinn verkauft (http://www.efd.admin.ch/00468/index.html?lang=de&msg-id=28538). Lediglich das Risiko der Nationalbank beläuft sich per Ende Oktober 2009 auf 24.5 Mrd. US-Dollar (von ursprünglich 34.7 - nicht 60!), wobei dies keine Steuergelder sind! (http://www.snb.ch/de/mmr/speeches/id/ref_20091210_tjn/source/ref_2009121...) Wenn von wahren Konsequenzen gesprochen wird, sollten auch wahre Grundlagen Ausgang der Überlegungen sein.

Bedeutung des Finanzplatzes Schweiz

Liebe Jusos! Wollt Ihr denn alle Milchkühe in der Schweiz schlachten? Gerne sähe ich eine Statistik, welche die Steuererträge der letzten 20 Jahre unserer international tätigen Finanzindustrie aufzeigt. Glaubt Ihr wirklich, dass es bei den gegenwärtigen Auseinandersetzungen um ethische Fragen geht? Machiavelli lässt grüssen... Die USA zum Beispiel spielen gerne moralische Weltinstanz, so lange es ihnen ins machtpolitische Konzept passt. An die Plätze der wirklichen Finanzhaie in Delaware, Florida und Nevada lassen die niemanden ran. Und Grossbritannien? Ihre Industrie ist längst unbedeutend geworden. Dafür haben sie die echten Finanzzocker im Verbund mit den Amis erst erfunden. Mit ihren hochkomplexen derrivativen Papieren eine einstmals seriöse Branche zum Monopoly verkommen lassen. Boys and girls! Spielt Ihr auf naiv oder wollt Ihr's auf Teufel komm' raus einfach nicht wahrhaben, dass wir mitten in einem globalen Verteilkrieg stehen, einer Auseinandersetzung, wie wir es noch nie erlebt haben! Und die BRIC Staaten, vor 30 Jahre noch arme Schlucker, spucken auf die Eurosklerotiker und mögen wohl in ihrer Schadenfreude recht haben: "Diese drohenden Staatsbankrotte sind nicht unser Problem!" Recht haben sie! --- Was wollt Ihr eigentlich? Eine Schweiz, die nur noch von der Töpferei und vom Ertrag aus der Ziegenkäseproduktion lebt? Damit könnt Ihr aber kaum noch die Löhne Eurer Sozialarbeiter, Psychotherapeuten und Heilpädagogen finanzieren ;-))

Plakat

Das Juso-Plakat oder wenn man von Politik keine Ahnung hat.

Wollt ihr nicht mit der 1:12

Wollt ihr nicht mit der 1:12 darauf zielen keine Boni mehr zu haben da diese zum Lohn zählen? Hier wollt ihr allerdings mit einer Boni-Steuer den ganzen ÖV finanzieren?

Zur Kenntisnahme!!!!!!

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat mit der Rettung der UBS einen guten Deal gemacht. Zumindest per heute. Nach anfänglichen massiven Verlusten auf den der Grossbank abgenommenen Wertpapieren liegt der Stabilisierungsfonds (StabFund) – dort hat sie die Anlagen eingebracht – per Saldo im Plus. Allein im ersten halben Jahr 2010 machte der StabFund 1,9 Milliarden Dollar Gewinn mit den vermeintlichen Schrottpapieren, die sich nun als kleine Goldgrube entpuppen. Für die SNB resultierte daraus gemäss heutiger Publikation ein Netto-Gewinn von 1,3 Milliarden Franken.

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