Neues Parteiprogramm der SP Schweiz
 

Für ein wirkliches Gegenprojekt

Viel ist diskutiert worden über das neue Parteiprogramm der SP Schweiz. Jetzt meldet sich auch die JUSO mit einer Vernehmlassungsantwort zu Wort. Und für uns ist klar: Es muss nachgebessert werden.

Das neue Programm hat ein grosses Zauberwort: die Wirtschaftsdemokratie. Der Entwurf setzt den himmelschreienden Ungleichheiten, den Unfreiheiten der Menschen unserer Zeit, also die Mitbestimmung in der Wirtschaftswelt entgegen – und das ist gut so! Aber es reicht nicht: Denn die Idee der Wirtschaftsdemokratie wird dem Kapitalismus als ganzes nicht gerecht und kann die Forderung nach der „Überwindung des Kapitalismus“ nicht erfüllen. Denn der Kapitalismus ist nicht nur eine undemokratische Produktionsweise, er ist auch Gesellschaftsordnung und Ideologie. Zwar ist die Wirtschaftsdemokratie ein wichtiges Puzzleteil in der Überwindungsdiskussion, aber eben nur Teil des Puzzles. Dieses ist als "radikale Demokratie" oder "demokratischer Sozialismus" zu beschreiben, denn es meint die Demokratisierung der Gesellschaft als Ganzes  – ein Gegenkonzept zur herrschenden Gesellschaftsordnung.

Das Programm ist ausserdem in vielerlei Hinsicht mangelhaft:

  • Dem Entwurf fehlt eine wirkliche Analyse des Kapitalismus und eine entsprechende Kritik.
  • Die Transformation der kapitalistischen Hegemonie hin zum Neoliberalismus seit dem 82er-Programm wird nicht, oder nur ungenügend analysiert.
  • Dem Entwurf fehlen gänzlich Aussagen zur Strategie der Partei und eine kritische Würdigung des bisher Erreichten.

Die JUSO verlangt aber auch eine Anpassung des Zeitplans, so dass das Programm frühesten Anfang 2011 verabschiedet wird. Denn für uns ist klar: Das Parteiprogramm sollte die Grundlage für die sozialdemokratische Politik der nächsten Jahre sein. Wir machen uns unglaubwürdig, wenn wir eine Vision formulieren, aber nichts für ihre Umsetzung tun. Aus diesem Grund ist ein vertiefter Diskussionsprozess innerhalb der SP enorm wichtig. Ansonsten verkommen unsere Ideen und Visionen für die nächsten 30 Jahre zum Papiertiger.

Weitere Informationen zur Revision des Parteiprogramms gibt es hier:

http://www.sp-ps.ch/index.php?id=715

Kommentare

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Ich kann Euch schon sagen wie die "umfassende Vision für eine Gesellschaft jenseits des Kapitalismus" aussieht. Nämlich Hunger, Armut und Elend. 1 zu 1 an den zusammengebrochenen Kommunistischen Staaten anzuschauen um daraus was zu lernen. Ein Punkt schonmal abgehakt. Das Erreichte ist auch bekannt. U.A. hohe Steuern, Abgaben und Verbote bis unters Dach, unkontrollierte Einwanderung, Überfremdung, aufgebläter Staatsaparat und "Kuscheljustiz" um nur die Wichtigsten zu nennen.

Führt den "demokratischen

Führt den "demokratischen Sozialismus" oder die "radikale Demokratie" in der Wüste ein - nach 20 Jahren gibt's bestimmt keinen Sand mehr.... Der Kapitalismus ist eine evolutionäre Form und hat sich strikt am Wesen der menschlichen Natur zu orientieren. Mit all ihren Schwächen, die unabdingbarer Bestandteil einer freiheitlichen Gesellschaft sein müssen. Weicht er davon ab, wird jede Organisationsform zur Ideologie und erfordert zwangsläufig jede die Unterbindung jeglicher anders orientierter Denkweise. Folge: Propagandamaschinerie à la Kambodscha 1985, Nordkorea 2010. Tote Fahnen, Hammer, Sicheln, goldenen Sternen auf rotem Grund, etc. etc. Als Begleitung: Arbeits- oder Umerziehungslager und Luxus für die oberste Beamtenkaste. Guckt wieder mal die gute alte Animal Farm (some pigs are more equal than others ;-)) Wie viele Chinesinnen und Chinesen kennt Ihr, welche die Schrecken der radikalen kommunistischen Kulturrevolution durchgelitten haben? Ich kenne etliche! Ihre Töchter und Söhne studieren heute Wirtschaft an westlichen Eliteuniversitäten. Und sie sehen den Unterschied im Lebensstil gegenüber früher Tag für Tag von neuem.

öhhm animal farm...

Vllt. solltest du dir animal farm nochmal genau anschaun (oder es lesen ;) ) Das Buch ist keine Kritik am Kommunismus sondern am Stalinismus... George Orwell der das Buch geschrieben hat war selber Kommunist...

Nicht mehr an seinem Lebensende

Denn Orwell hat sich auch weiterentwickelt und den Kommunismus hinter sich gelassen. Lest lieber Milton Friedman, André Glucksmann oder Martin Walser ;---)) Auch mein rotes Büchlein vom grossen Vorsitzenden (Der Teufel halte ihn heiss) ist längst schon in Rauch aufgegangen.

Belege?

Hast du irgendwelche Belege, Quellen für deine Behauptung, dass er dies zu seinem Lebensende nicht mehr war? Vom lieben Milton hab ich auch schon ein paar sachen gelesen und mir ist auch bewusst, was für ein Gemetzel er in Chile mitzuverantworten hat. Apropos rotes Büchlein: Man kann auch Kommunist sein und kritisch oder ablehnend zu fehlgeschlagenen Experimenten wie China (mittlerweile wieder ganz klar kapitalistisch) oder SU (der Fall des eisernen Vorhangs muss glaube ich nicht weiter erörtert werden...) stehen.

Und eisern glaubt Ihr an

Und eisern glaubt Ihr an einen menschlichen, basisdemokratischen Sozialismus. Voll und ganz durchreguliert. Von der Wiege bis zur Bahre wird der unmündige Mensch von aufgeklärten Genossinnen und Genossen Abgeordneten rundumversorgt. Man denkt für ihn, man weiss, was ihm (dem Genossen Bürger) guttut und was nicht. Cannabis darf er vermutlich rauchen, aber keine Zigaretten. ;-) Die Schöne Neue Welt wird sich abgrundtief auftun, denn nichts von Belang wird das Individuum mehr unternehmen können. Langeweile, Langeweile, Langeweile... Wollt Ihr das wirklich?

öhhm ausgewichen?

Ne nicht wirklich... wir glauben, dass der Kapitalismus irgendwann mal wegen seiner riesigen Überakkumulation von Gütern irgendwann kollabiern muss (sonst machts halt die Umwelt ;) ) und schauen uns nach den denkbaren Alternativen um, wo man durchaus sagen muss, dass vieles was der gute Karl Marx gesagt (oder besser geschrieben hat) recht reizvolle Gedankenkonstrukte darstellt. Und jetzt will ich meine George Orwell Belege :-D PS. Doch bitte mit Zigaretten

Im Kapitalismus kann es keine

Im Kapitalismus kann es keine Überakkumulation der Güter geben. Preise werden durch die Nachrage reguliert und umgekehrt. Im realen Sozialismus werden Güter nach Plan hergestellt, ganz ohne Rücksicht auf die Nachfrage. Und den Menschen ist das Produkt scheissegal, das sie herstellen. Haben ja nichts davon. Also null Motivation, die sich auch durch die schrillste Propaganda nicht hervorkitzeln lässt. Apropos die Umwelt: Das meinst du doch nicht im Ernst? Schaue dir die katastrophalen Umweltlasten an, die die zusammengebrochenen real existierenden Sozialistischen Staaten hinterlassen haben! Und der grösste je stattgefundene atomare Supergau in einem oberschlampig geführten ukrainischen Kraftwerk geschah? Ich beantworte dir jede Frage, wenn du mir einen einzigen sozialistischen Staat nennen kannst, der auch nur bescheidene materielle Güterbedürfnisse der Menschen befriedigen konnte (kann)

Hallo geht es dir noch gut?

Hallo geht es dir noch gut? Wie kann man nur Sozialismus mit Staatskapitalismus (Stalinismus) vergleichen? Hör doch auf mit deinen Regulierungen. Fakt ist, dass der Kapitalismus nicht ohne die Arbeitskraft der Arbeiter funktionieren würde. Ich könnte eine riesige Armee von Menschen zusammenstellen, welche mit ihren Arbeitsverhältnisen unzufrieden sind! Jeder normale Mensch kann eigentlich denken, doch aber nur eigentlich: Die Bonzen setzen alles daran, uns die Bildung zu klauen. Wir werden von Tag zu Tag fauler, wegen dem scheiss Lifestyle (Essen von Onlineshops kaufen zB.). Es gibt immer mehr kranke Leute (Amokschützen, Pedos usw.). Zynische Menschen wie Evangeliker und Extrem Religiöse gibt es wie Strand am Meer. Und im übrigen wundert es mich nicht, dass dahinter immer Bonzen stecken. (Irgendwoher kommt ja das Geld). Nationalisten sind genau gleich (zB. wurde Hitler durch Bonzen unterstützt, um die Linken zu vernichten) Das waren alles nur Fakten und Fakten kann man nicht wiedersprechen! Natürlich hätte ich gehofft, dass man mit dir diskutieren könnte, doch leider kennt deine Naivität keine Grenzen.

z.B. Kuba

z.B. Kuba

@ Positive Beispiele

Das der Mensch nicht von Grundauf Egoistisch ist beweisst zb. die 2. grösste Wirtschaftsmacht der Welt -> Japan. Die Gruppe kommt vor einem selbst und das wird bis zum exzess praktiziert, brachte sie aber auch soweit. Also in Gewissermassen ein Alltagssozialismus auf jedenfall ein Beweiss das der Mensch nicht Grundsätzlich egoistisch ist. Wäre er es würde jeder Reiche über den Haufen geschossen werden, schliesslich bringt einem das schnell Geld und die Polizei würde wohl auch nicht den Reichen helfen, schliesslich sind sie selbst auch keine. Egoismus oder nicht ist anerzogen und nicht angeboren. Sieht man auch in der Tierwelt da viele Tiere sehr wohl die Gruppe vor die eigenen Bedürfnisse stellen. Viele der Kommunistischen Ländern sind nicht selbstverschuldet Arm sondern durch Jahrelange Handelsblockaden vom Westen! Schliesslich haben die reichen kapitalistischen Länder kein interesse daran das ein kommunistisches Land gut funktioniert. Dazu kommt das es praktisch allen kommunistischen Länder besser geht als vor der Revolution, in Kuba hungerten früher die meisten, die Kindersterblichkeitsraten waren hoch und Analphabeten waren der Standard, heute hungert niemand, die Kindersterblichkeitsraten sind die tiefsten von ganz Südamerika und Kuba hat weitaus weniger Analphabeten als die USA! Und das trotz Jahrzehnte langen Handelsblockaden, ohne diese wäre Kuba wohl schon längst ein Traumland. Russland, davor waren sie unterentwickelt, alles voller hungernden Arbeitslosen, etc. nach der Revolution wurde innerhalb von kürzester Zeit die Industrialisierung hochgefahren, plötzlich gab es Bildung, Russland entwickelte sich zu einer Supermacht. Wäre das nicht passiert, hätten die Nazis den Krieg gewonnen. Und wie sieht es jetzt aus? 20 Jahre Kapitalismus und Russland brennt ab. China hat sich schon lange zu einem Kapitalistisch ausgerichteten Land "weiterentwickelt" und viele unserer neo liberalen liebäugeln bereits mit China. Ich meine ist doch toll oder? Wenn die armen mal was sagen kann man sie gleich Niedermetzeln. Das würde die FDP hier auch sofort einführen wollen. ;) Das Problem liegt wohl eher in den Köpfen, x Jahre Propoganda wie toll der Kapitalismus ist bringt man nicht aus den Köpfen. Selbst wenn man Zeltstädte in Amerika sieht. Was ist mit Afrika? Die hungern dort damit wir reich sein dürfen. Warum arbeiten die in fernostasien für 1 Dollar pro Tag? Na, damit wir billiger einkaufen können natürlich. Und wer soll daran nun Schuld sein? Nicht der Kapitalismus?

Gewagt

Nach jeder Krise wird der Kapitalismus kritisiert. Dabei hat Sozialismus noch gar nie funktioniert. In der Schweiz leben wir im wohl reichsten Land der Welt. Warum seit ihr nicht einmal dankbar? Bei uns geht es sogar den Ärmsten mehr oder weniger gut im Vergleich zu jedem anderen Land. Warum seit ihr so negativ? Geniesst mal euer Leben und nervt die Bevölkerung nicht mit eurem heldenhaften Getue! Die Schweiz ist ein Vorzeigemodell und wenn die anderen Länder davon ein Stück abschneiden geht es ihnen auch besser.

@sedat kara

Bitte erkläre mir den Unterschied zwischen "Staatskapitalismus" und einer anderen, beliebigen Form von Sozialismus! Fakt ist, dass in allen diesen Formen keinerlei Motivationselement vorhanden ist. Da redet ihr von Bonzen (Ausdruck aus dem Chinesischen?). Hast du persönlich je kommunistische, oder wenn du willst sozialistische Staatsfunktionäre erlebt? Ich schon - viele. Arrogant, dumm, korrupt (praktisch alle liessen sich bestechen; habe ich persönlich erlebt) und meist fachlich unfähig (Hauptsache richtiges Parteibuch). Aber die Strippen von mehr oder weniger Macht über andere hielten gerade solche Leute in ihrer Hand. In deinem verhassten kapitalistischen System arbeiten viele mit hoher Motivation Sechzig oder Siebzig-Stunden Wochen. Klar, es zahlt sich auch aus. Und das nicht bloss auf ("Bonzenebene", sondern auch auf denjenigen von mittleren und unteren Kader). Auch da gibt es schliesslich "Boni", und das ist gut so! Wenn's nach Euch geht, hätten wir innert Kürze eine darniederliegende Wirtschaft und Armut im Lande. Also Hoppla Hopp, liebe Sozis, verstaatlicht die Swatch und die Roche, die UBS und die CS, die SwissRe und die ABB, und.. und.. und.. Ähhhh.... Sorry .... Fehler! Bis es soweit kommt, haben die ihre Firmen längst ins kapitalistische Ausland, zB auch nach China, Brasilien, Südafrika oder Indien verlegt. Und wir leben dann von der Ziegenzucht und der Töpferei......BigGrinss...

Fakt ist, dass Sozialismus

Fakt ist, dass Sozialismus als solches gar nicht geht. Der Mensch ist nicht so geschaffen. Der Mensch denkt im Wettbewerb. Es gab in der DDR viele die einfach illegale Geldspiele gemacht haben. Sozialismus klingt in der Idee gut, ist aber in der Realität nicht umsetzbar. Der Kapitalismus kann auch missbraucht werden, aber die einzige Staatsform die Freiheit und Wohlstand zulässt. Zum Beispiel in Deutschland die Linkspartei hat ja wirklich zahlreiche Ähnlichkeiten mit der JUSO. Die wollen auch den demokratischen Sozialismus aufbauen. Doch Oskar Lafontaine hatte eine riesige Villa und der neue Linke-Chef hat einen Porsche und nebst seinem Haus in Deutschland ein Anwesen in Österreich. Sie predigen Wassen und trinken selbst Wein. Es kommt wieder - auch wenn ja angeblich alles anders herauskommen sollte als damals- so heraus wie in der DDR und der Sowjetunion. Die Menschen sind einfach alle arm und die Funktionäre reich. Und dies war nicht so weil es eine Diktatur war sondern weil Sozialismus nicht funktioniert. Der Mensch ist nicht dafür geschaffen. Die Schweiz ist ein sehr kapitalistisches Land. Zwar auch mit Sozialsystem und Mindestlöhnen, aber das ist genau die richtige Dosis. Das System ist nicht perfekt, aber taugt sicher mehr als der Sozialismus.

Viele der Mängel der

Viele der Mängel der vermeintlich sozialistischen Staaten wie der Sowjetunion die Ihr aufzählt, sind im kapitalistischen System nicht anders. Marabu, du sprichst von Tschernobyl. Klägliches Allgemeinwissen, wenn du meinst dass sei die einzige Reaktorkatastrophe. Die USA (Notabene ein Urkapitalistisches Land, welchem es nach eurer Theorie prächtig gehen müsste, leider ist das Gegenteil der Fall), haben genauso einen grossen Anteil an der weltweiten radioaktiven Hintergrundstrahlung wie die UDSSR. Nicht dass ich die UDSSR rechtfertigen möchte, nein überhaupt nicht. Aber man muss mir nicht erzählen die kapitalistischen Staaten seien besser gewesen. Man kann nicht sagen der Kapitalismus ist besser als der Sozialismus, genauso wenig wie man dies umgekehrt behaupten könnte. Letztendlich ist das System weniger relevant als die Menschen die dahinter stehen. Jedes System lässt sich ausnutzen, und genau dies passiert heute mit dem Kapitalismus in exzessivem Masse. Die logische Schlussfolgerung ist daher doch, dass das Kollektiv entscheidet. Bestes Beispiel dass die Demokratie 1000 Mal besser ist als jede Diktatur, ist doch genau die Schweiz. Warum sollte dies bei Unternehmen anders sein? Übrigens: Im Gegensatz zum Kapitalismus ist der Sozialismus nicht genau definiert. Ihr wettert also gegen etwas, wo gar nicht klar ist über was Ihr genau sprecht.

In der Schweiz funktioniert

In der Schweiz funktioniert der Kapitalismus. Also warum auf Experimente eingehen, wenns doch geht? Was genau am Sozialismus in der DDR oder Sowjetunion anders war, darüber kann man lange diskutieren. Aber warum wollen wir Experimente eingehen, wenns uns doch so gut geht. Laut der Weltbank ist die Schweiz das reichste Land der Welt. Niemand muss auf der Strasse leben. Sozialhilfe macht sogar recht viel aus im Vergleich zu anderen Ländern. Wir kamen wohl fast am besten weg bei der Krise. Uns geht es doch einfach gut. Wir sind ein hochkapitalistisches Land! Klar in den USA ist nicht alles super. Dort hat dies aber auch mit personellen Mängel zu tun. Der Kapitalismus ist ja viel weniger definiert. Sozialismus besagt Planwirtschaft, Gleichverteilung etc. Reichtum ist dort zum Beispiel nicht möglich etc. Im Kapitalismus sind aber auch z.B. soziale Massnahmen wie Mindestlöhne oder ein Gesundheitssystem möglich. Es herrscht einfach zusätzlich Freiheit! Im Sozialismus ist es nicht so.

Planwirtschaft haben wir doch schon?

Aber lieber Gast oder Gästin, leben wir nicht schon in einer Planwirtschaft? Unsere jetzige Planwirtschaft besteht darin, dass Weltkonzerne Jahresziele setzen, ihren Erfolg auf die Zukunft planen. In unserer Planwirtschaft planen Private Equity-Fonds, wie sie Firmen auseinander nehmen können, um möglichst viel Kapital daraus schlagen zu können. Das ist unser Kapitalismus.

Unser Kapitalismus ist noch viel mehr. Vor allem unser «Schweizer Kapitalismus». Die Bürgerlichen drohen uns immer, dass wir ArbeiterInnenschutz-Gesetze lockern sollten. Mindestlöhne seien schädlich, die Wirtschaft zieht sonst nach Polen und China. In unserem Kapitalismus existiert ein Mindestlohn nicht, so dass wir über 100'000 BürgerInnen haben, die trotz 100 %-iger Arbeit nicht genug zum Leben haben! In unserem Kapitalismus darf sich ein Schüler wie ich einen Job suchen, um das Gymnasium zu bezahlen, weil der Kanton ein Stipendiengesuch ablehnt. Sag mir nicht, dass es uns gut geht. Der Kapitalismus mag zwar dem Menschen entsprechen, aber wir sind gopfertelli genug schlau, um uns selbst in unserer bosartiger Freiheit einzuschränken.

Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich dir Bücher über sozialistische Theorien schicken, denn du hast Sozialismus falsch verstanden. Der Begriff Gleichverteilung gibts in der politischen Theorie nicht, du meinst wohl eher Gleichheit oder Umverteilung. Wir sind für beides. Aber finanzielle Gleichheit wird es nicht geben können, darum fordert das auch niemand. Ausser vielleicht der von deinem Verstand geformter böser Sozialist. *uuuh*

Ja willkommen in der DDR!

Ja willkommen in der DDR!

...

Ja, mit Schlagwörtern kann ich auch kommen. Abzocker, Ausbeutung, Klassenkampf! Aber die Deutungshoheit liegt bei den Neoliberalen und Nationalkonservativen dank der SVP... schon klar, dass du nicht mit Argumenten kommen kannst. Blöde Hegemonie, wirklich *hrmpf*.

Der Schweizer Geschichtsunterricht ist wirklich scheisse. Man lernt nichts über die Schweizer Geschichte, lernt nur falsches über DDR.

Zitat 1: "Man kann nicht

Zitat 1: "Man kann nicht sagen, der Kapitalismus ist besser als der Sozialismus...," Alle sozialistischen Experimente, ob sie jetzt rund 70 Jahre wie in der ehemaligen UdSSR oder bloss 55 Jahre wie in der VR China oder dem ganzen ehemaligen Ostblock dauerten, mussten kläglich scheitern. Es gab nie und gibt auch gegenwärtig kein sozialistisches System, das wirtschaftlich erfolgreich war, bzw ist. Zitat 2: "...Die logische Schlussfolgerung ist daher doch, dass das Kollektiv entscheidet..." Ein Satz aus der Traumkiste der Ideologien. Die Menschen sind nicht alle gleich, denn sie bringen völlig unterschiedliche Fähigkeiten und Begabungen mit. Demzufolge sind zwangsläufig "Führungspersönlichkeiten", "Vordenker" oder Philosophen gegeben. Das hervorragende Element des Kapitalismus ist gerade der Umstand, dass dieser ohne Demokratie scheitern muss. Diese Feststellung wird auch noch China machen. Meiner Meinung nach wird sich die Einparteienideologie langsam aber sicher auflösen. Allerdings ist diese Thematik zu komplex, um sie in einem Forum anzugehen. Der Philosoph J.-J. Rousseau (wird übrigens masslos in seiner ethischen Bedeutung überschätzt )hat übrigens eine "Rechtfertigung" des Totalitarismus gefunden, indem er von auserwählten Persönlichkeiten sprach, die mangels "Entwicklungsstand" der Gesamtbevölkerung eine "Diktatur der Minderheit" rechtfertigte (allerdings hat er dies nicht in diesen Worten gesagt). Wen es interessiert, dem empfehle ich den Sozialisten (sic!! - ein sehr kluger Kopf) Bertrand Russel zu studieren "Philosophie des Abendlandes". Das Buch ist ein Klassiker der Kulturgeschichte.

"mussten kläglich scheitern".

"mussten kläglich scheitern". Es ist erstaunlich, wie viele deiner Sätze ich auf den Kapitalismus ummünzen kann. Der Kapitalismus wird ebenfalls scheitern, und zwar dann wenn kein Wachstum mehr möglich ist. Nur dank dem Wachstum können Zinsen ausbezahlt werden, welche wiederum massgeblich an der ungerechten Verteilung der Güter und Gelder auf dieser Erde verantwortlich sind. Dies stört jedoch niemanden, solange jeder etwas vom Kuchen abbekommt. So, was das Wachstum angeht: Je nach Rechnungsart wurde der Peak of Oil bereits vor Jahren überschritten, oder wird die nächsten Jahre überschritten. Danach kann der Energiehunger der wachsenden (kapitalistischen) Industrienationen nicht mehr gedeckt werden. Erklär mir doch bitte wie der Kapitalismus ohne Wachstum funktionieren soll. Ich persönlich bin kein Fan von Planwirtschaft, genauso wenig wie vom Diktat des Marktes. Es stimmt, der Markt reguliert sich als solches wunderbar, er beseitigt Überproduktionen genauso wie Unterproduktionen und führt daher zwangsläufig zu einer ausreichenden Versorgung von Gütern. Er hat jedoch auch das Problem, dass er soziale und ökologische Aspekte nicht beachtet. Genau hier kommt die Demokratie ins Spiel: Das Volk will schon lange etwas ändern. Doch hierbei ist die Demokratie in vielen Staaten eine Farce - bei jeglichen Änderungen droht die wirtschaftliche Elite (Notabene nicht demokratisch gewählt) wegzuziehen, was dazu führt dass nötige Anpassungen nicht geschehen. Das gleiche Theater bei sozialen Aspekten. Eine Demokratisierung innerhalb von Unternehmen kann solche Probleme lösen, selbst dann wenn die Arbeitnehmer ein gleich grosses Mitspracherecht haben wie die Aktionäre. Eine Elite wirst du dabei genauso haben wie in einer staatlichen Demokratie, dies nur zu deiner Feststellung dass Menschen unterschiedlich sind.

Sehr guter Beitrag!

Deine Gedankengänge sind ausgezeichnet! Wenn du sie noch weiterführst, könnte man auch folgenden (ich betone MAN) Schluss ziehen: Der Mensch wurde von der Natur als egoistisches Wesen geschaffen, nur dass die Natur letzteren Begriff gar nicht "kennt". Dieser Ausdruck entstammt unserer Denkweise, unserer ethischen Vorstellungswelt (Da kommt mir übrigens Magritte - oder war's ein anderer?) in den Sinn, der ein Bild zeichnete, worauf eine Hand sichtbar ist, die wiederum eine Hand zeichnet). Sobald der Leidensdruck gross genug ist, beginnt der Mensch sich zu ändern. Beispiele siehst du genug: Wasserverschmutzung in der Schweiz vor 40 Jahren, Seen, Bäche oft mit Schaum bedeckt. Heute ist das Wasser beinahe zu sauber... Heute China, Russland, Indien und viele Teile der dritten Welt. Wie viele kranke und tote Menschen braucht's? Hast du den Beitrag im 10 vor 10 gesehen über die explodierende Zunahme der Autos in China? Hast du mal die gewaltigen Rauchsäulen ausserhalb der grossen indischen Städte vom Flugzeug aus betrachten können? Erschreckend. Das ist aber weder ein Phänomen des Kapitalismus oder Sozialismus, sondern des menschlichen Egoismus. Was ich mich allerdings frage, ist der Umstand, weshalb die ehemaligen sozialistischen Staaten überhaupt nichts für die Ökologie getan haben? Jedem schien's einfach sch....egal gewesen zu sein!

Du hast meine Fragen nicht

Du hast meine Fragen nicht beantwortet....Wie geht es weiter, wenn kein Wachstum mehr möglich ist? "Der Mensch wurde von der Natur als egoistisches Wesen geschaffen". Leider musste ich diesen Spruch schon oft hören, und ich bin damit überhaupt nicht einverstanden. Denn er legitimiert jeglichen Egoismus, welcher definitiv nicht natürlich ist. (Wie du dies aus meinem Text weiterspinnen konntest, ist mir schleierhaft)Wenn du global schaust, es gibt sehr viele, arme Völker, die sehr sozial denken. Urvölker, wo aller Wohlstand geteilt wird, egal wer wie viel jemand zum Gemeinschaftswohl beitrug. Gleichzeitig fühlen sie sich der Natur gegenüber verantwortlich. Egoismus, sei es anderen Menschen gegenüber, aber auch gegenüber der Natur ist eine relativ neue Erscheinung und kann daher nicht naturgegeben sein. Ich bin mit dir nicht einverstanden, mit dem was du unter Sozialismus verstehst. Ein System, ohne demokratische Kontrolle kann kein Sozialismus sein. Völlig irrelevant, ob sich die UDSSR, China oder Nordkorea sozialistisch nennen. Sie besassen und besitzen keine Demokratie, und sind ergo auch keine sozialistischen Staaten. Egal wie oft man dass wiederholt. Zurück zum Thema: Doch, sozial ungerechte Verteilung aller Gelder und Güter sowie die Umweltverschmutzung sind zentrale Dinge im Kapitalismus. Er basiert darauf, Kosten dadurch zu senken dass man den Mitarbeitern möglichst wenig Lohn ausbezahlt, um den Aktionären möglichst viel vom Gewinn ausbezahlen zu können. Er basiert darauf, Kosten zugunsten der Aktionäre zu sparen, indem er die Umwelt verschmutzt. Man bedenke all die umweltverschmutzenden Fabriken in China, und doch produziert jedes Unternehmen dort. Warum? Weil sich dort die genannten Faktoren noch ziemlich gut ausnutzen lassen.Die Arbeitnehmer sind fleissig, verlangen faktisch nichts und die Umwelt lässt sich auch noch zerstören. Darauf basiert der Kapitalismus, zugunsten der Aktionäre. Und die Aktionäre sind wohl kaum die Arbeiter in China. Hinter diesen Mechanismen steht teilweise die Gier des Menschen, aber das System bietet dieser Gier erst eine Plattform. Insofern hast du hier das Henne-Ei-Problem.

Dass der Sozialismus nie

Dass der Sozialismus nie richtig funktioniert hat, ist so nicht ganz korrekt. Jugoslawien hat ziemlich gut funktioniert, die Leute waren frei und es ging ihnen gut. Dass das Staatengefüge zusammengebrochen ist, hat nichts mit dem Sozialismus zu tun, sondern mit Nationalismus, schön angeheizt vom Westen, der nachher gerne zugesehen hat, wie das Land sich zerfleischt. Wer will schon ein sozialistisches Land, das hinter Deutschland, Frankreich und England die viertgrösste Wirtschaftsnation Europas ist? Sozialismus ist nicht nur China, Russland und Kuba! Ansonsten stimme ich dir bei: es geht uns sehr gut und das soll auch so bleiben. Und selbstverständlich geniesse ich mein Leben und bin dankbar dafür, ich habe ja kein anderes! ;-)

Hey Leute, habt ihr gewusst,

Hey Leute, habt ihr gewusst, dass in Europa die Höhe des Wohlstandes und die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit eines Landes jeweils negativ mit dem rot-grünen Anteil im Landesparlament korrelieren?

Das heisst desto mehr

Das heisst desto mehr rot-grün, desto weniger Wohlstand?

Nein...

Richtig sollte es heissen: "JE, mehr rot-grün, DESTO weniger Wohlstand? Grammatikalisch korrekt ;-) Hoffentlich bist du nicht im Gymi, sonst ärgern mich meine bezahlten Steuerfranken!

Aha?

Ist ja geil. Und was schliesst du daraus? Ach, stimmt. Dass die Sozialdemokraten und Grünen den arithmetisch berechneten Wohlstand senken. Und die Neoliberalen wie die FDP, SVP uns alle in die Wohlfahrt schicken werden... wenn auch mit Ausbeutung weniger, wenn auch mit Unterdrückung und Rassismus. Wie schön die Politik doch ist! Heil mir Helvetia!

Logisch ist das so! Schau mal

Logisch ist das so! Schau mal Deutschland an!

Deutschland

Deutschland wurde nicht von rot-grünen Parteien regiert. Die SPD ist seit den 90ern Jahren nicht mehr links, geht regelmässig Koalitionen mit der konservativen Union ein. Österreich geht es sehr gut, sie wird von der stärksten Partei der SPÖ leider in Koalition mit der ÖVP regiert.