Wir legen los: Gemeinsam für gerechte Löhne!
 

Eins, zu, zwölf - es geht los!

Schon viel zu lange müssen wir dem unsäglichen Treiben der Top-Manager der Teppichetage tatenlos zuschauen. Sie lassen sich ihre Lohnexzesse von Arbeitnehmenden bezahlen, die von Kurzarbeit, Kündigung oder Lohnkürzungen betroffen sind.

Auf kritische Worte können wir nun Taten folgen lassen: heute Dienstag, 6. Oktober 2009, ist Startschuss der 1:12-Initiative! Endlich können wir damit beginnen, dass unsere Forderung einer Lohnbandbreite von 1:12 nicht nur eine Forderung bleibt, sondern Realität wird.

Sei an einem der Kick-Off-Events zum Sammelstart in Bern (6. Oktober, ab 11 Uhr) oder in Zürich (7. Oktober, ab 11 Uhr) dabei: die JUSO stellt auf der Strasse ein Büro auf und zeigt anhand von proportionalen Säulen, dass der Lohn eines Managers bis zu 720mal höher ist als der einer Putzfrau.

Ich bin ab Dienstag auf der Strasse am Unterschriftensammeln, weil ich endlich gerechte Löhne und keine Lohnexzesse mehr will, denn eine Bandbreite von bis zu 1:720 ist einfach nur schamlos, ungerechfertigt und menschenverachtend.

100'000 Menschen von unserer Initiative zu überzeugen, braucht viel Arbeit. Das Engagement von allen ist nötig, denn nur gemeinsam können wir es schaffen!!
Worte allein nützen nichts, wenn keine Taten folgen!

Übrigens: Jetzt die 1:12-Initiative unterschreiben!

Kommentare

Geschätztes

Geschätztes Initiativkomitee Eine kontroverse Auseinandersetzung mit Löhnen und Gehältern mag durchaus angebracht sein, auf politischem Parkett Einfluss zu nehmen wohl auch. Jedoch löst die 1:12 Initiative – gemäss Initiativtext – keines der skizzierten Probleme. So gibt es einige Punkte zu bedenken: 1. Der Staat hat keine Legitimation, die Salärliste eines Unternehmens einzusehen. Er kann somit die gewünschte Kennzahl ohne massive Eingriffe in die Privatsphäre eines jeden Arbeitnehmers – oder KMU- gar nicht kontrollieren. 2. Die Definition „Unternehmen“ ist unpräzise. Ist die juristische Einheit gemeint oder der Konzern? Egal wie diese Definition lautet, eine Umgehungsmöglichkeit existiert. 3. Eine so fixierte Relation zwischen minimalem und maximalem Lohn lässt kein Spielraum für situationsangepasste Lösungen – z.B. Lohnverzicht des Managements (Maximallohn für Angestellte demensprechend 0?). 4. Wieso soll ich mir als Arbeitgeber und Eigentümer einer Unternehmung nicht ein höheres Gehalt auszahlen? Gerne lasse ich diese Punkte auch kritisch von Euch kommentieren.

Du hast da leider einiges

Du hast da leider einiges falsch verstanden, deshalb in aller Kürze einige Dinge: 1. Mit den entsprechenden Gesetzen schon. Wir kontrollieren in diesem Land jede Kuh, wieso sollte da diese Kontrolle plötzlich so schwierig werden? 2. Die Verfassung ist oft unpräzise, doch was wirklich zählt ist dann der Gesetzestext, welcher vom Parlament kommt. Laut den Juristen, die in die Vorabklärungen involviert waren, schliesst "Unternehmen" eben alle ein, auch Behörden, Vereine, AGs, GmbHs, etc. 3. Multipliziere deinen Lohn einmal mit zwölf und überlege dir, ob es eine Situation gibt, wo wirklich so viel gerechtfertigt ist. Drei- oder viermal mehr kann ja jemand noch leisten, aber 720-mal mehr? Sicher nicht! Wenn übrigens das Managment auf den Lohn teilweise verzichtet, so sind sie nicht mehr diejenigen mit den höchsten Löhnen und spielen für die Berechnung keine Rolle mehr. Zum Lohn zählt übrigens noch mehr: Spesen, Dienstauto im Privatgebrauch, Bonus, etc. (siehe Argumentarium). 4. …weil auch du nicht mehr in einem Monat leistest und damit verdienen sollst, als jemand anderes in einem Jahr! Cheers!

Punkt nach Punkt

1. Kühe wechseln nicht spontan den Job oder ziehen um. Wir kontrollieren auch jede Grossmaschine, das ist sehr einfach. Es gibt Sachen wie die Privatsphäre, usw... 2. Absolut einverstanden! 3. & 4. Falscher könntest Du nicht liegen. A) Manager, die richtig gut bezahlt sind, haben auf dem Weg nach oben Jahr nach Jahr für Arbeitsnehmer, Arbeitsgeber und Aktionnäre (meist Pensionskassen mit Vorsorgegelder nur so nebenbei erwähnt) viel mehr Geld geschaffen als sie verdienen und jemals verdienen werden. Die Verantwortlichkeiten sind dann so hoch, dass man jeweils den absolut Besten haben will für den Job. Und um den Besten zu holen, muss man tief in die Tasche greifen, da er meist schon einen komfortablen Job hat ohne grossen Risiko (er kennt das Job schon, performt dementsprechend bereits ganz gut und wird anständig bezahlt...) Warum ist das bei Fussballprofis verständlich (die nota bene, keinen einzigen Mehrwert ausser Unterhaltung erbringen) und nicht bei Leuten, die viel viel mehr Jahre gegen einen viel zahlreicheren Wettbewerb durchsetzen? Und vor allem, dank des Handeln deren die Welt besser geht: Billigere und bessere Produkte, mehr Investitionen (und d.h. wiederum besser bezahlte und mehr Arbeitsplätze) und mittelbar Renditen bei den Vorsorgeeinrichtungen... B) Arbeitsnehmer, denen das Mindestlohn bezahlt wird, bringen im Fall des letzten Angestellten genau Ihr Lohn plus die nötige risikobedingte Kapitalverzinsung ein, d.h. in der Regel etwa 115%... Falls die Unternehmung richtig läuft und die Arbeitsgeber ständig optimieren können, das ist oft nicht der Fall. Als Beispiel könnte man irgendeine Schweizer Fabrik nehmen, die letztendlich schliessen musste. Das waren die Arbeitsnehmer überhaupt nicht mehr rentabel einzusetzen. Fazit: A) Bei einem Manager, der über mehrere Milliardeninvestitionen pro Jahr zu verantworten hat, muss sich der Verwaltungsrat nur eines Überlegen. Können wir einen besseren finden? Und falls das bejaht wird, muss man den einstellen, KOSTE ES WAS ES WOLLE... B) Bei einem Angestellten, der der Unternehmung 60'000 CHF kostet, muss sich der Manager jeweils fragen: - Kann ich ihn unterstützen mehr Mehrwert zu erbringen? (indem ich ihm bessere Prozesse und IT-Unterstützung biete, usw...) - Bringt er Mehrwert über seinen Lohn hinaus? Du hast in einem Recht. Josef Ackermann ist nicht 720 mal wertvoller als ein Kassenangestellte bei der Deutschen Bank... Sondern um einiges mehr... Und vor allem, unersetzlich!!! Mti freundlichen Grüssen Patrice

Manager - Retter der Nation?

Wer glaubt, dass ein Top-Manager aufgrund seiner Leistung in diese Position hineingehoben wurde, der muss schon ziemlich naiv sein. Als schönes Beispiel, siehe Frankreichs Präsidentensohn Jean Sarkozy. Bei der Wahl eines Top-Managers zählen weder Steigerung des Merhwerts noch sonst was in diese Richtung. Hier geht es um einen Beziehungsumpf zwischen Managern, Headhuntern, Politkern etc., die sich gegenseitig diese Positionen zuschieben, um richtig schön absahnen zu können und die sich jetzt mit allen Mitteln dagegen wehren, dass ihr goldenes Kalb geschlachtet wird. Der Weg zum Top-Manager: 1. Seine Konkurrenten ausschalten (mit meist unsanften und nicht sehr zimperlichen Mitteln). 2. Eingliederung in ein vorhandenes Netzwerk. Bei den meisten Top-Managern wird dies bereits durch die Familie in die Wiege gelegt. 3. Strategisches Denken, allerdings nicht zum Wohl der Unternehmung, sondern zur Wahrung seiner Position und persönlichen Interessen. - Willkommen in der Realität! Es ist schon interessant, dass es noch Leute mit so einer naiven Einstellung gibt, nachdem von diesen Supermanagern Millardenvermögen vernichtet wurden.

Achtung mit solchen

Achtung mit solchen Antworten... Das gilt für euch beide! Ich denke, weder du noch der Kommentator vor dir sind wirkliche Insider der Betriebswirtschaft - ganz bestimmt nicht in der praktischen! Ja, es gibt bestimmt Manager, die haben sogar weniger als das 12x des Mindestlohnes verdient... Aber es gibt bestimmt auch jene, die für das jeweilige Unternehmen unersetzlich sind. Durch wenn werden die Unternehmen schliesslich milliardenschwer? Richtig - durch ihre Strategen. Wer soll nun kontrollieren, wer wie viel wert ist? .... Sozialistische Grüsse

Also, nur so zur Info: ich

Also, nur so zur Info: ich bin in der Wirtschaft tätig. Und extremst mit Themen der Betriebs- und Volkwirtschaft vertraut... Vielleicht 2-3 Punkte: an aRes: Dein Beitrag finde ich sehr gut - "es gibt bestimmt Manager, die haben sogar weniger als das 12x des Mindestlohnes verdient" --> das stimmt und sie fliegen in der Regel raus - "Durch wenn werden die Unternehmen schliesslich milliardenschwer? Richtig - durch ihre Strategen." --> stimmt auch Zu Deiner Frage aber: "Wer soll nun kontrollieren, wer wie viel wert ist?" Die Antwort ist natürlich niemand. Die Unternehmungen kontrollieren das sehr gut selber... Das einzige Problem erscheint in Topetagen, wenn zuviel Risiko eingegangen ist. Das nennt man auch "Moral Hazard" (wikipedia für diejenige, die nicht wissen wovon ich rede und ernsthaft irgendeinmal zu diesen Thema stellen nehmen wollen) Es gibt verschiedene Ansätze dieses Problem zu regulieren: - Leider sind die meisten nur dann gut, wenn sie flächendeckend angewendet werden, um Wettbewerbverzerrungen zu verhindern. - Und dazu: Die Initiative 1:12 ist eine von den schlechtesten Ideen, die ich bisher gehört habe, um es zu regulieren. Es stammt zwar von einem kompetitiven Unternehmen namens "Whole Foods" (die JuSo hat nichts erfunden, sorry für diejenige, die sich selbst als Genien vorzeigen wollten), ist aber keinesweg quer durch die Wirtschaft mehrwertbringend anwendbar Unter den guten Ansätzen gilt zum Beispiel das Prinzip Boni länger zu "frieren", d.h. die verdiente Stock-Options oder Aktien dürfen nur viel später verkauft werden, damit gesichert wird, dass nicht kurzfristig gehandelt wird. am Gast, der nicht einmal den Mut aufbringt sich zu identifizieren (Gratuliere): Vorwort) Es mag Deine Weltvorstellung und Deine Frustation lindern, dass Du so denkst. Es tut mir leid, dass Du es wahrscheinlich nirgendwohin aus eigener Kraft geschafft hast... Fakt) Die allermeisten Manager (99.9% oder so) sind teil des grössten Wettbewerbs der Welt: a) Die Leistungen werden im Regelfall 2 bis 4 mal jährlich evaluiert. b) Die Evaluation erfolgt in den meisten Konzernen ab mittlerer Kader nach dem 360° Grad Prinzip (es geben alle Feedback zur Leistung: Vorgesetzter, Kollegen auf gleicher Ebene, untergebene Mitarbeiter, Kunden, usw...) c) Die Evaluation erfolgt in der Regel nach dem Balanced Scorecard Prinzip: Es werden allerlei Kennzahlen nachgeprüft: Umsatz und Profitabilität, die dem Gewinn streben aber auch Mitarbeiter und Kundenzufriedenheit, die der Nachhaltigkeit streben... Ich würde mich schämen, wie Du zu argumentieren... - anonym anstatt sich zu identifizieren - anhand von Beisielen anstatt anhand von flächendeckenden Praxisbeispiele - polemisch anstatt konstruktiv Mit freundlichen Grüssen, Patrice

RE:

Das Problem der Abzocker ist nicht nur der moral hazard. Klar sind falsche Anreize ein grosses Problem, sie schaden der Performance der Unternehmen (auch bei nicht systemrelevanten Akteueren) und gefährden die Volkswirtschaft. Der Vorschlag der Finma und des Financial Stability Boards sind daher löblich. Nur: Sie alleine lösen nicht das ganze Problem. Den Abzocker-Gehälter sind Ausdruck eine Umverteilung von Reichtum von unten nach oben. Was die Manager an sich reissen, sehen die anderen ArbeitnehmerInnen nicht. Die 1:12-Initiative korrigieren das, in dem sie den Manager-Gehältern einen Riegel schiebt. Damit macht sie nebenbei auch mit dem flaschen Anreizen schluss und bekämpft auch den moral hazard bei "too big to fail"-Akteuren. @ Patrice:Noch eine Frage: Wo hast du das mit "Whole Foods" her? Würde mich interessieren, Danke!

Zum Thema: Whole Foods - Wer

Zum Thema: Whole Foods - Wer im Business arbeitet kennt viele der Experimenten die da vor sich gehen. Ich habe zu viele Quellen, um mich genau daran zu errinnern. Aber mit ein bisschen Homework wirst Du schon das Thema ausfindig machen: Vielleicht helfen da Google (z.B. "whole foods compensation principle") und Wikipedia Uebrigens, nur damit es gesagt wird: Eine überwältigende Marhzahl der Akteure der Businesswelt wollen gar nicht, dass es so extrem pro-Business und anti-Armen vor sich geht. Die meisten Akteure der Businesswelt sind jedoch gegen Massnahmen die dumme Verhältnisse verurusachen. das kommt aber aus reiner Logik und Vernunft, nicht aus politische Ideologien. Hier ein paar der dummen Verhältnisse als Beispiel - Anreize nicht zu arbeiten oder weniger / schlechter zu arbeiten (Bemessung immer anhand des geschaffenen Mehrwertes) - Wettbewerbsverzerrende Massnahmen (interkantonale und internationale Verzerrungen, unter einer Wirtschaftsbranche oder zwischen Wirtschaftsbranchen, zugunsten oder zulasten von Gross- oder Kleinunternehmungen, Markthemmung bei Preisbestimmung, Monopolschaffende Massnahmen, usw...) David Galluser bringt ein interessantes Thema: "Den Abzocker-Gehälter sind Ausdruck eine Umverteilung von Reichtum von unten nach oben. Was die Manager an sich reissen, sehen die anderen ArbeitnehmerInnen nicht" Danke und ich fühle mich deshalb wieder ermächtigt mein Kommentar wieder zu bringe, aber ein bisschen pointierter: Die Putzkraft von der oben die Rede war, übernimmt keine Verantwortlichkeit, muss nicht denken, hat keine 10 Minuten Bildung gebruacht, wird nicht beurteilt in Ihrer Leistung, trägt eigentlich soviel bei wie ein besserer Rasenmäherroboter (http://www.robot-shop.ch/) Diese Person: - ernährt niemand - stellt keinem einen Kredit zur Verfügung - baut kein Auto - schafft keine 10 Nägel Falls wir alle soviel beitragen würden wie diese Person, wäre wir alle (inkl. diese Person, möglicherweise vor allem diese Person) schlechter da. Viel schlechter... Es wird grundsätzlich niemand mehr bezahlt als er der Unternehmung Wert ist. - Ab und zu in Chefetagen, aber es ist sehr rar, obschon spektakulär - Immer wieder in tieferen Lohnschichten durch Mindestlohn- und Auslastungseffekte Denkt dran: wer hat dieses Land so reich gemacht? - Reihenweise unterbezahlte Ingenieure, Unternehmer, Banker und Manager Was hat das ermöglicht? - Die höchsten Lebenstandards der Welt für die mittlere und untere Sozialschicht... Es tut mir leid immer wieder die Realität in diesem Forum trägen zu müssen... Die Initiative kommt nicht durch, zum Glück, aber falls sie das täte, würden alle Leute, die mehr Wert generieren als man sie bezahlen darf auswandern (mit minimalen Ausnahmen). Und dann steht die Schweiz gut da... (und ich bin dann mal in San Francisco anzutreffen) Mit freundlichen Grüssen, Patrice

Zur Polemik

Ich sehe, Du bist nicht nur ein Wirtschaftsfachmann, sondern erst noch ein Psychologe. Wie schnell Du eine Psychoanalyse von mir erstellt hast, ist erstaunlich. Gratulation! Manchmal ist eben auch etwas Polemik von nöten! Vor allem, wenn gewisse Leute einen Missstand mit irgendwelchen Theorien zu rechtfertigen versuchen. Du kannst mir glauben, ich weiss wie's läuft und zwar in der Praxis und nicht nur in der Theorie. Natürlich habe ich bei meinen Aussagen masslos übertrieben. Aber Deine Reaktion zeigt mir, dass ich nicht so unrecht hatte. Übrigens, in der Wirschaft ist jeder ersetzbar - auch jeder Manager.

Wie weit darf man gehen

Ich gehe nur auf den letzten Punkt Deines Kommentars ein. Die juristische Umsetzung ist eine technische Frage und es würde wohl zu weit gehen, darauf einzugehen. Ich werde Dir daher mal eine kleine Geschichte erzählen. Ich habe lange Zeit in Brasilien gelebt und mich darüber aufgeregt, dass reiche Brasilianer Ihren Hausangestellten kein Salär bezahlten, mit der Begründung, sie würden ihren ja bereits Mahlzeit und ein Dach über dem Kopf gewähren (also Sklavenarbeit). Wir sind hier zwar nicht in Brasilien, doch die Frage ist eigentlich dieselbe: „Wie weit darf in unserer Gesellschaft ein Manager (nicht gleich Unternehmer) ein „opportunistisches Schwein“ sein?“ Gemäss Deiner Aussage, gibt es da eigentlich keine Grenzen. Die Frage ist nun, wie weit ist diese Gesellschaft bereit, „opportunistische Schweine“ zu tolerieren. Man könnte natürlich auf Deine Stellungnahme eingehen und sagen: „Oh, das ist so kompliziert, also lassen wir es sein!“. Ich hoffe, diese Einstellung spiegelt nicht die Grundhaltung unserer Gesellschaft, sonst sieht es schlecht aus für die Schweiz.

1:12

Das erste Kommentar sagt alles aus: "Ich weiss nicht was die tun... Deentsprechend sind sie es nicht wert" Das wäre so etwa das Gleiche wie sagen "Ich verstehe nichts an elektrischen Systemen, dementsprechend empfehle ich Fernsehen und Kaffeemaschinen abzuschaffen..." Mit freundlichen Grüssen, P

Man nehme diesen Zitat zur

Man nehme diesen Zitat zur Kenntnis: Niemand urteilt schärfer als der Ungebildete, er kennt weder Gründe noch Gegengründe. Anselm Feuerbach Beste Grüsse, Patrice

Offensichtlich störten sich

Offensichtlich störten sich einige, dass ich in meinem Brasilien Beispiel nicht auf die technische Umsetzung der Initiative eingehen wollte. Es war mir ehrlich gesagt etwas zu blöd, auf die Aussagen eines gläseren Staates einzugehen. Aber bitte, hier meine Stellungnahme: Jeder der in der Schweiz arbeitet, bezahlt Steuern und muss sein Einkommen versteuern (das war so und wird auch immer so bleiben). Tut er dies nicht, ist er ein Betrüger und muss entsprechend behandelt werden. Dazu gehören auch Topmanager, denn auch sie sind Angestellte der Unternehmung und nicht etwa die Eigentümer, auch wenn sie sich oftmals so aufführen. Sie haben einen Auftrag vom Verwaltungsrat erhalten und entsprechend verfügen sie über einen Arbeitsvertrag. Also nimmt man tiefsten Lohn und vergleicht ihn mit dem Höchsten. Ist eigentlich ziemlich einfach. Versuchen Manager dies zu umgehen und nicht das korrekte Einkommen anzugeben, machen sie sich strafbar (ist und war immer so - wenigsten in der Thorie) Aber nochmals, darum geht es doch gar nicht. Es geht darum, dass die Lohnschere immer grösser wird, die grosse Masse immer ärmer und eine kleine Elite immer reicher wird. Das ist eine ethische Frage - ich weiss, heutzutage ist es mit der Ethik nicht mehr weit her. Falls es die Schweiz tatsächlich nicht fertig bringt eigene Manager auszubilden, die international konkurrenzfähig sind, müsste man wohl unser Bildungssystem hinterfragen. Globalisierung heisst nicht, dass wir alle unsere Grundwerte über Bord werfen. Eine gerechte und faire Lohnverteilung liegt im Interesse der Schweiz. Die Schweiz als Partner wird unter anderem geschätzt, da unsere Kultur auf Anstand und einem hohen Gerechtigkeitssinn basiert. Diese Managergehälter verstossen leider gegen diese schweizerischen Grundwerte. Wir diskutieren ja auch nicht die Todesstrafe in der Schweiz, einfach weil diese in anderen Ländern praktiziert wird und zwar aus dem selben Grund: Sie entspricht nicht unseren schweizerischen Werten.

1:12 => Leerlauf

Das die Exzesse eingebunden werden sollen ist vertretbar, die Umsetzung wie in der Initiative vorgeschlagen, jedoch völlig falsch. 100'000 Unterschriften werden sich finden lassen, jedoch wird dann beim Abstimmungskampf die Juso vs. SVP, FPD, CVP und SP antreten dürfen.

1:12 stoppt Abzocker

Die SP unterstützt die Initiative. Und die SVP, CVP und FDP müssten dann den WählerInnen zuerst einmal erklären, wieso sie Abzocker unterstützen wollen!

Rationale Gedanken

Nehmen wir einmal kurz an, dass die Initiative erfolgreich durchgebracht und umgesetze wird... Falls Ihr einmal kurz Gedanken verlieren solltet ohne simplistisch zu denken, würdet Ihr ein paar Tatsachen feststellen: A) 1:12 bringt eine Wettbewerbsverzerrung zu ungunsten der Schweiz - Dadurch, dass die Löhne jetzt bei ca. 600'000 CHF nach oben limitiert sind (in jeder unternehmung gibt es Putzpersonal oder Kantinenpersonal, die ca. 50'000 CHF verdienen), verliert die Schweiz alle Möglichkeiten über Cheffen zu verfügen, die für die erste und zweite Führungsebene fähig sind. Und auch alle diejenige, die es mal hoffen zu sein... Top-Leute haben in der Regel keinerlei Probleme sich ins Ausland zu exportieren - Dadurch werden unsere Unternehmungen von qualitativ zweiträngige Leuten besetzt. Sie werden weniger rentabel... - Es wird weniger in der Schweiz investiert, von beide Arten Investoren, inländischen und ausländischen! - Dadurch werden Schweizer Arbeitskräfte wenig produktiv, sie schaffen weniger Mehrwert und können weniger bezahlt werden... (Weniger Investitionen mit guten Chefs ist hart, weniger Investitionen mit schlechten Chefs wird dann zur absoluten Katastrophe) - Preise von Güter, die im Inland produziert werden steigen und Qualität sinkt. Die Schweiz importiert mehr und mehr ausländische Produkte... usw... - Die Schweiz verwandelt sich langsam in Belgien... SEHR langsam, aber immerhin! Diese Initiative ist einfach Klasse! B) 1:12 bringt Arbeitslosigkeit rauf - Dadurch, dass die Löhne der Manager gekürzt werden müssen, falls sie die wenig bezahlten Leute behalten, feuern sie die wenig bezahlten Leuten. - Die Billiglöhne werden outsourct (zu Outsourcinggesellschaften, deren Manager nicht in der Schweiz sitzen) - Die Automatisierung wird fortgeführt. Man bemüht sich soviele Tieflohn Angestellten wie möglich loszuwerden... (noch viel mehr als heute) Diese Initiative ist einfach Klasse! Und dazu ist die Initiative Verfassungsmässig bestenfalls zweifelhaft und logistisch unmachbar... (im Klartext, sie würde einfach ein paar Treuhänder und ein paar British Virgin Island Trusts Anbieter etwas reicher machen, dadurch, dass die Vasellas dieser Welt von der Novartis British Virgin Island Trust angestellt werden als Verwaltungsräte mit Lohn entsprechend zur Lohnkürzung in der Schweiz) Diese Initiative ist einfach Klasse! Beste Grüsse, P

A) lies mal das

A) lies mal das Argumentarium: Es gibt kein Maximal- und kein Mindestlohn. Nur Lohnbandbreite wird gesetzt. Ob die Manager, die wir nun nicht mehr lächeln sehen qualitativ hochwertig sind ist diskutierbar. Wer hat denn nun z.B: die UBS an die Wand gefahren? Etwa die Putzkraft? Und auch du wüsstest, dass wir ein akzeptables Bildungssystem und eine dazu ( hoffe ich ) soziale Moral, die eigene inländische Führungsrollen an die Spitze zu setzen ( zuerst müssen ja noch die heutigen Bonzen nach deiner Pfeife tanzen und abzischen ) B) Outsourcing wird im Initiativtext behandelt und geklärt, ebenfalls wird das Unternehmen neu definiert. Lies doch bitte erst deine Quellen richtig durch ;) Will mal sehen wie du die Putzfrau einfach loswirst. Putzt der Manager dann selbst oder tut dies einfach niemand mehr? überlege: niemand ist grundlos angestellt ;) logistisch unmachbar? jeder Steruerzahler müsste seine Lohnsumme noch angeben und Punkt. In der Schweiz wird jeder Hund und jede Kuh erfasst ;) Im Übrigen sind Steuererklärungen um einiges komplizierter ;)

???

Erstmals: Die Argumentation mit Ausnahmen ist leider nie logisch unterstützbar... Zwitens: Deinen Satz ergibt keinen Sinn, ich verstehe das folgende nicht, sorry... "Und auch du wüsstest, dass wir ein akzeptables Bildungssystem und eine dazu ( hoffe ich ) soziale Moral, die eigene inländische Führungsrollen an die Spitze zu setzen ( zuerst müssen ja noch die heutigen Bonzen nach deiner Pfeife tanzen und abzischen)" Aber lassen wir mal die Realisierbarkeit der Initiative (die immer noch meiner Ansicht nach unmachbar ist. Du weisst offensichtlich nicht wie es wirklich läuft wenn Treuhänder, Anwälte und Privatbanker sich zusammentun, um Einkünfte LEGAL zu verlagern) Lass uns über den Sinn und Zweck der Initiative reden. Vor ca. 15'000 Jahren lebten Menschen in Höhlen und haben gejagt und gesammelt... (man möge mich mit genaueren Fakten korrigieren) Vor 300 Jahren, hat ein junger Mann nachgewiesen, dass drei Personen sich zusammenlegen können, um mehr zu erarbeiten als drei Männer einzeln erarbeiten können. Er hiess Adam Smith, lass uns einen kurzen Exkurs machen: "Ein Mann kann in einem 10-Stunden-Arbeitstag zehn Nageln produzieren, drei Männer dementsprechend dreissig. Es kommt ein Ingenieur vorbei und legt das Prozess auseinander und befähigt zwei Männer durch Spezialisierung 50 Nägel in einem 8-Stunden-Arbeitstag zu produzieren." Was ist die Logik der Story? - Der Ingenieur/Unternehmer verdient wahrscheinlich 20 Nägel nur dadurch, dass er das Prozess überwacht - Die Mitarbeiter verdienen 15 Nägel pro Tag für 8 Stunden Arbeit. Der Ingenieur verdient mehr als die Mitarbeiter. Die Mitarbeiter verdienen jedoch selber mehr für weniger Arbeit als vorher. Das Grundproblem vieler Beitragschreibenden auf dieser Seite ist, dass sie das nicht verstehen: "Ohne Ingenieure/Unternehmer würden diejenige, die keine Initiative zeigen und Ihre Intelligenz nicht zum arbeiten bringen, nicht mehr als zehn Nägel produzieren. Alles darüber schulden sie denjenigen, die es Ihnen ermöglichen: Ingenieur und Unternehmer, aber auch Kapitalgeber und Prozessveranstalter (sogennante Managers)" Der Wohlstand der aktuellen Mittelklasse ist nicht ein eigenes Verdienst!! Und deshalb... Managers bringen in einer sehr grossen Mehrheit sehr viel Mehrwert. Deshalb sind die Firmen bereit sie dermassen zu bezahlen. Die anderen bringen den Mehrwert nicht und sind ersetzbar. Und Standorte sind auch ersetzbar. Und eine Initiative wie 1:12, würde sicherlich innerhalb von ein paar Monate sehr viel Gutes bewirken. Aber nach ein paar Jahren wären wir der Wirtschaft los... Eine gute Sache: Nur noch Bio-Bauern und ein paar Handwerker! Wäre das nicht toll? Keine reichen Bänker mehr, keine Manager mit hohen Gehälter... Nur das Probelm, das damit verbunden wäre kannst Du in Osteuropa sehen! Wirtschaftfeindlichkeit und Marktfeindlichkeit führen eben zu Volkarmut! Und Volksarmut zu Pullotion, Kinderprostitution, Korruption und v.a. ... Tut mir leid die Fakten so plump darzustellen, aber es ist so... Gruss, Patrice

ja, es war die Putzkraft

Die Putzkraft hat nämlich ihre Arbeit richtig gemacht und somit alle an die Wand gefahren.

Manager

Mich würde einfach einmal interessieren: Was macht ein Manager? Ein Opernsäger steht auf der Bühne und schmettert seine Töne. Wenn die falsch sind, wird gepfiffen. Ebenso beim Pianisten, Geiger usw. Ein Schriftsteller schreibt ein Buch. Da habe ich auch etwas Konkretes in der Hand. Ebenso beim Kunst- wie beim Flachmaler. Vom Manager weiss ich: Er delegiert, er hält den Kopf NICHT hin, wenn etwas schief läuft. Er hält ihn hin, wenn etwas Positives zu vermelden ist. Er reist mit dem Flugzeug, manchmal dem Privat-Jet der Firma, in der Weltgeschichte herum, geht mit seinen Mit-Managern gut und teuer essen, manche gehen noch ins Bordell. Das alles auf Geschäftskosten, also ihr privates Salär wird da nicht angegriffen. Aber nochmals meine Frage: Was macht er denn eigentlich? Vielleicht ist 1:12 noch zuviel für ihn. Ich habe noch nie gelesen, was ein Herr Grübel, ein Herr Vasella, ein Herr Brabeck (der kann gut drohen, das weiss ich), ein Herr Rohner genau machen. Bei z.B. Herrn Hayek oder Herrn Ineichen weiss ich, dass sie selber etwas aufgebaut und gegründet haben. Aber bei Managern weiss ich nur, dass sie mit verantwortlich sind für die finanzielle Krise in der Wirtschaft.

Warum falsch???

Endlich eine Partei, die wirklich mal was tut, um diesen Abzockern das Handwerk zu legen. Was macht denn die SVP, die sogenannte Volkspartei? Gegen aussen sind sie sind nicht glücklich mit der Situation und statt das Problem der horrenden Managerlöhne anzugehen, gehen Sie auf die sozial Schwachen los und wollen unsere Sozialwerke demontieren - äusserst volksnah (ist ironisch gemeint). Selbstverständlich wollen die SVP, CVP und FDP nichts gegen horrende Managerlöhne unternehmen, denn diese Manager sitzen ja in ihren eigenen Parteien und lassen es tüchtig in der Kasse klingeln. Ich sage nur eins - die Zeit ist reif um dieses Geschwür in den Griff zu bekommen und zwar je schneller je besser!

...

Einverstanden das 20 Millionen Jahresgehalt zu viel sind, aber es kann doch einfach nicht sein das einer der 15 Jahre studiert hat und mehrere 10'000.- investiert hat gleich viel verdienen soll wie einer der nichts tat?!? meine lieben Freunde, dieser Schuss kann ganz schön nach hinten gehen, diejenigen die hohe Gehälter haben die bezahlen auch viiiel mehr Steuern und AHV, IV egal wo sie Ihren Wohnsitz haben etc. Da fehlen dann einfach gewaltige Beträge. Dann heisst es wieder ja die IV hat zu wenig Geld... etc. Diese Kampagne hier schadet schlussendlich allen... Ihr würded besser eine Initiative starten das Manager welche die Bude an die Wand fahren zur rechenschaft gezogen werden können. Wenn ich meine Firma an die Wand fahre dann gehts an das "lebige" und zwar an meines!!! Das sollte auch bei Managern so sein. Da würde ich auch unterschreiben!

Wer 15 Jahre Studiert, hat

Wer 15 Jahre Studiert, hat eine 3 bis 4 mal längere Ausbildung als jemand, der eine Lehre macht. Dafür darf er also auch 3 bis 4 mal verdienen. Ausserdem haben nicht alle die Möglichkeit, zu studieren, da sie die mehreren 10'000 Franken nicht haben oder da sie einfach nicht die nötigen Fähigkeiten haben. Ist das gerecht? Wenn dieser nun auch noch 3 mal mehr leistet (viel mehr ist Übermenschlich), ist der Faktor 12 ziemlich gerecht.

Wer 15 Jahre studiert.... ist

ein unbegabter Student, der den Staat eine Stange Geld gekostet hat und in der Wirtschaft mit diesem CV nicht erfolgreich sein wird! Ein Studium berechtigt nicht zu einem höheren Lohn - nur die Leistung! Übrigens - die Studiengebühren in der CH sind "nichts" - wer hier behauptet, sich ein Studium nicht leisten zu können... der will nicht! Studieren, Famiilie mit Auto und Ferien geht natürlich nicht! Aber unser Bildungssystem ermöglicht jedem ein Studium, wenn er will und auch die Begabung hat! 4 Jahre arbeiten und sparen und danach nebenher jobben... und nach 5 Jahren Entbehrungen (materiell und auch Zeit)... das ist zu schaffen! Ein Studium stellt kein Recht für alle dar - Begabung und Willen ist ein muss! Sich kein Studium leisten zu können - das ist ein faule Ausrede. Unser offenens Bildungssystem ermöglicht wirklich sehr sehr viel. Aber ohne Entbehrungen ein Studim geschenkt zu bekommen.... dann wäre es wohl nichts Wert!

Mich würde an dieser Stelle

Mich würde an dieser Stelle interessieren was das Resulat ist wenn Unternehemen entscheiden die Schweiz zu verlassen? ("Dann sollen Sie doch gehen", ist kein Argument!) Hochbezahlte Stellen bedeuten hohes Steuerniveau, und hoher Konsum. Ebenfalls wuerde mich interessieren wie eine Firma, welche z.B. Produktion in Land A hat, den Hauptsitz in Land B, und in der Schweiz z.B. einen Europa Sitz hat? Ich bin auch dagegen, dass einzelne Personen sich auf Kosten der Aktionäre bereichern. Dementsprechend wäre eine Stärkung des Aktienrechtes mehr sinnvoll...

1:12

Wieso überhaupt 1:12 und nicht 1:6 oder 1:20? Ist doch sehr beliebig oder willkürlich. Und es ist doch einfach so, dass Menschen unterschiedlich sind, z.B. in ihrem Verständnis zum Erwerb (vom Brotjob bis zur Traumberufung) und deshalb unterschiedlich engagiert, was sich auch im Lohn niederschlagen darf. Wem eine Unternehmung mit (zu) grosser Lohnschere nicht passt, kann sie ja umgehen, als Angestellter, Kunde oder Aktionär. Und dann die Umgehungsmöglichkeiten. Eine Unternehmung könnte sich aufspalten in eine "Management-Tochter", in der die höchsten Löhne bezahlt werden, in eine "Kader-Tochter", in der mittlere Löhne entrichtet werden, in eine "Produktions-Tochter", in der ..... Und Arbeiten die tief entlöhnt werden, werden outgesourct. Es wären wieder die Schwächsten, die entsprechend schlechte Arbeitsbedinungen hätten, weil sie in Unternehmen angestellt wären, die kaum öffentlich auftreten und damit kaum ein Reputationsrisiko eingehen würden (vgl. outgesourcte Call-Centers, Reinigungsfirmen, etc.). Die Initiative ist moralisch und emotional nachvollziehbar, zielt aber rational ins Leere.

Zitat Jaaber: "Die Initiative

Zitat Jaaber: "Die Initiative ist moralisch und emotional nachvollziehbar, zielt aber rational ins Leere." Interessant finde ich vor allem, dass die Linke nun auf diese SVP-angehauchte Art von Politik setzt... Ich hoffe in Zukunft auf handfestere Politik der JUSO...

Ja genau! Dann schaut mal wer da leiden wird...

... es sind nämlich 100%ig nicht die Manager! Rechnen wir doch mal ganz grob: Putzfrau verdient 3'500.- pro Monat -> 42'000 pro Jahr -> rund 500'000 maximales Managergehalt pro Jahr. Soweit gefolgt? Gut! So leid es mir tut, und ich bin sicher es wird Kommentare hageln, aber für 500'000 Fr. im Jahr als absolut höchstes Ziel werden sich viele nicht mehr so ins Zeug legen. Da fehlt die Motivation! Sorry, eine halbe Million ist viel Geld, aber nicht auf der höchsten Etage! Wer jetzt sauer ist, bitte lest fertig... 1) Logische Konsequenzen: a) Der Ultimative Anreiz sein Leben dem Beruf unterzuordnen (und ja, das ist es was viele Manager tun, wenn Sie ihre Familie vernachlässigen, sich den Arsch aufreissen und praktisch keine Freizeit mehr haben) fällt weg. Es ist einfach nicht mehr rational. Man kommt mit Jobs die 300-400tsd einbringen auf eine viel angenehmere Work-Life Balance b) Internationale Top-Unternehmen flüchten aus der Schweiz. Wieso? Weil sie keine Top-Manager mehr bekommen. Ohne Top-Manager keine rosige Unternehmenszukunft. Humankapital muss man sich eben einkaufen. Ist das in der CH nicht mehr möglich, dann macht mans im Ausland. 2) Folgen: a) Verminderter Konsum im Luxussegment in der CH (Tourismus, Uhren, Gastronomie) -> weniger Umsatz, weniger Angestellte. b) Verminderte Steuereinnahmen natürlicher Personen in der gesamten Schweiz (was glaubt Ihr eigentlich wehr den ganzen Sozialstaat finanziert? - die 3tsd Franken die die Putzfrau abtritt?) c) Verminderte Unternehmenssteuern, weil Firmen ihren Sitz (grossteils Steuerrelevant) mittelfristig in andere Länder verlegen. (siehe 1b) 3) Resultat: In der Staatskasse fehlt Geld, Know-How wandert ins Ausland ab, Arbeitslosigkeit steigt, die Differenz zwischen Staatsausgaben und -Einnahmen steigt weiter. Liebe JuSo, der Schuss geht nach hinten los! P.S.: bevor ich jetzt hier im Forum zerrisen werde. Ich bin ein grosser Verfechter des CH Sozialstaats. Ich finde keinesfalls, dass Managerlöhne in jeder Höhe gerechtfertigt sind. Ich bin definitiv dafür, dass Manager ihre Verantwortung tragen müssen! Einen intelligenten Vorschlag wie man das erreichen kann, das wär mal was tolles!! Bei dem momentanen Vorschlag fällt mir eigentlich nur noch Planwirtschaft ein: wieso führen wir nicht 12 Lohnniveaus ein? 1-12, linear steigend und der Staat legt fest welcher Posten welches Niveau erreicht. Dann wäre auch unsere Steuererklärung leichter auszufüllen!

Erstaundlich wie geduldig Fachkundige die Jusos unterrichten....

aber ich denke das ist zweck- und sinnlos. Wie muss man sich fühlen, um über gerechte Entlöhnung urteilen zu wollen? G..? Woher kommt einer mir zu sagen, meinem Top-Verkäufer nicht das hunderfache des Putzfrauenlohnes zu zahlen, wenn er 1000 mal mehr Wert generiert! Er verkauft mir Anlagen für hunderte von Millionen, generiert für das Unternehmen Riesengewinne (und schafft Arbeitsplätze) und er soll sich mit z.B mit 12*50'000 zufrieden geben? DIe Putfrau kann ich im schlimmsten Fall entlassen und jeder macht selbst sauber - auf DEN Verkäufer kann ich nicht verzichten! Jusos - es geht um Generierung von Mehrwert für das Unternehmen!!! Mehrwert zu schaffen ist das einzige worum es geht, um als Unternehmen zu überleben!

Die Putzfrau ausbeuten, damit

Die Putzfrau ausbeuten, damit der Autoverkäufer mehr verdient? Ich finde es eine Frechheit, wie Du argumentierst. Nicht nur menschenverachtend, sondern dumm. Geh mal in ein Restaurant essen, wenn Du einen dreckigen Teller vorgesetzt bekommst, wirst Du da nie mehr eine Fuss hineinsetzen und es wäre Dir scheiss egal, ob der bestbezahlte Manager der Welt den Laden führt. Der Tellerwäscher ist genau so wichtig wie der Manager - eigentlich noch wichtiger!