Sammelstart in Bern
 

1000 Unterschriften am 1. Tag!

Gestern ist in Bern definitiv der Startschuss zur 1:12-Initiative gefallen. Der Initiativtext wurde im Bundesblatt veröffentlicht. Für uns JUSO hiess das: Sammelstart! Um 11 Uhr legten wir auf dem Bahnhofplatz in Bern mit einer provokativen Aktion los. Mehr Bilder zur Aktion findet ihr hier.

Bereits am ersten Tag konnten wir gemeinsam 1000 Unterschriften sammeln! Und dies alleine in Bern. Die Bevölkerung steht hinter unserem Anliegen. Dies bestätigt uns darin, dass es höchste Zeit ist gemeinsam gegen Abzocker und für gerechte Löhne einzustehen.

Kommentare

Leider eine sehr kurzsichtige

Leider eine sehr kurzsichtige Initiative, mit der man sich schlussendlich nur selbst ins Fleisch schneidet... Die Juso verkommt immer mehr zur linkspopulistischen Partei, voller Mitglieder die mehr dogmatische als pragmatische Ansichten vertreten und Lösungen vorschlagen... Dommage!

Stimmt nicht!

Die 1:12-Initiative ist eine weitsichtige Lösung, um den Abzockern bei zu kommen und endlich für gerechte Löhne zu sorgen. Das hat nichts mit Populismus. Sie bietet eine reale und vernünftige Antwort auf das Abzocker-Problem, das nicht weg zu disktutieren ist.

Alle Manager als Abzocker

Alle Manager als Abzocker abzustempeln IST Populismus. Das Thema wird momentan sehr rege diskutiert, pragmatische Lösungen fehlen zurzeit jedoch. Der Staat darf nicht derartig in die Privatwirtschaft eingreifen. Besser währe es Aktionärsrechte zu stärken (vorallem jene der Kleinaktionäre), denn Unternehmen mit hochbezahlten Managern die in der Presse regelmässig erscheinen, gehören den Aktionären und nicht dem Staat. Es liegt also an den Aktionären derartige Saläre zu bewilligen. Internationale Grosskonzerne mit Sitz in der Schweiz wie Nestlé, Procter&Gamble, etc. reevaluiern ihren Standort alle 5 Jahre. Eine Regelung wie es die 1:12 Initiative vorschlägt würde die Standortattraktivität der Schweiz stark beeinträchtigen. Die legale Stabilität, die von vielen Grossunternehmen als einer der wichtigsten Standortfaktoren bewertet wird, wüde durch einen derartigen Entscheid enorm beeinträchtigt und tausende von Arbeitsplätzen gefährden. Derartige Unternehmen sind heutzutage sehr mobil und können ohne weiteres ihren Sitz in irgendein anderes Land verlegen. Kein anderes Land auf der Welt, nicht einal das kommunistische China denkt über derartige Eingriffe in die Privatwirtschaft nach. Es ist klar, dass es einige schwarze Schafe unter top Managern gibt und gab wie z.B. Marcel Ospel und eine Reihe überbezahlter Kaderleute. Jedoch gibt es auch extrem gut Bezahlte Manager, die ihre Firmen mit Erfolg leiten und die Wirtschaft keineswegs an den Rande des Abgrundes gebracht haben. Man denke an Peter Brabek von Nestlé. Gewiss eine streitbare Figur, jedoch verantwortungsvoll und Erfolgreich. Die robusten Zahlen von Nestlé während der Krise sind ein schöner Beweis dafür. Man muss der Realität in die Augen schauen: wenn die Schweiz diese 1:12 Regelung einführen würde, wären wir sehr schnell mit einer massiven Abwanderung sehr gut qualifizierter Arbeitskräfte konfrontiert, die den selben Job für sehr viel bessere Konditionen im Ausland verrichten würden. Ein schönes Beispiel dafür (mit anderen Ursachen, natürlich) ist Deutschland. Deutsche finden in der Schweiz oftmals bessere Konditionen als in ihrem Heimatland, deshalb wandern sie aus. Auf ein mal würde sich der Spiess umkehren und hochqualifizierte ausländische und schweizer Arbeitskräfte würden nach Oesterreich, Frankreich etc. auswandern. Sogar Steuervorteile der Schweiz würden nicht mehr ziehen. Unter dem Strich wäre die Umsetzung dieser Initiative fatal: Verlust von Arbeitsplätzen, massive Reduktion der Steuereinnahmen, die z.B. für Sozialhilfe eingesetzt werden könnten, etc. Wir hätten zwar eine "gerechtere" Gesellschaft, jedoch muss man der Realität in die Augen schauen und zugeben, dass sich 99% der Menschen den eigenen Interessen Vorrang geben und sich um Gerechtigkeit in der Gesellschaft wenig kümmern....

Ungerechtigkeiten unter dem

Ungerechtigkeiten unter dem Deckmantel wirtschaftlicher Machbarkeiten zu verstecken hilft nicht und ist ein zeichen von engstirnigkeit und Angst. Peter Brabeck als verantwortungsvollen Menschen darzustellen halte ich für eine völlige Verdrehung der Tasachen. Erfolgreich im Sinne der kapitalisitschen Wirtschaftlichkeit: Ja. Menschlich, nachhaltig, Fair, Gerecht, Verantwortungsvoll: Nein. In die Augen der Realität zu schauen und damit begründen warum Dinge einfach nicht so sein können, wie sie besser wären ist ein Argument derjenigen, die sich am Leid der anderen bereichern und es einfach nicht besser wissen. Wir brauchen Menschen, die bereit sind ihre Paradigmen aufzugeben, keine weiteren Angsthasen und konservative "hinter alten Regeln" Verstecker. Wer keinen Mut und keine Kraft mehr für ein Denken zu einer besseren Welt hat, sollte schweigen und den Hoffnungsträgern den Weg überlassen.

1 : 12 = 0,0833333333

"Alles, was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, daß sie es von anderen haben wollen." Zitat Konrad Adenauer, 05.01.1876 - 19.04.1967

Ein wahres wort...

Ein wahres wort...

Adenauers Zitat müsste

Adenauers Zitat müsste eigentlich heissen, dass wir ALLE etwas davon haben. Der Wohlstand eines Landes sollte nicht daran gemessen werden, wie die Reichsten leben, sondern wie die Ärmsten überleben. Nur in einer gerechten Gesellschaft lohnt es sich zu leben und dazu gehört eine faire Verteilung des Wohlstandes....ist nicht von Adenauer, sondern von mir. Vergiss mal alle Zahlen und die tausenden von Gründen, warum es nicht gehen sollte. Ist es vielleicht doch möglich? I had a dream (Martin Luther King)...übrigens wurde der zu einem grossen Teil wahr!

was für ein weiterer unreifer

was für ein weiterer unreifer polemischer Müll. Aber es passt zu einer Person wie Adenauer.

1:12, steht ihr selbst dahinter?

Ich werde in Zürich von einer ach so netten Unterschriftensammlerin angesprochen, ob ich nicht auch diese 1:12 Initiative unterschreiben möchte. Ich höre mir kurz an, was die Motivation und Idee hinter dieser Initiative ist und muss dann antworten, dass dies absolut nicht meiner Überzeugung entspricht und ich daher nicht unterschreibe. Natürlich unternimmt sie diverse Anstrengungen, um mich davon zu überzeugen, mein Gekritzel unter diese Initiative zu setzen. Daraufhin frage ich sie: "Würdest du einen solchen Lohn, wie heutzutage Topmanager etc verdienen, der 12mal höher ist als der niedrigste Lohn in der Firma, nicht auch annehmen, wenn dieser dir angeboten wird?". Sie antworten mir: "Doch würde ich." Da frage ich mich, wie diese Person hinter einer solchen Initiative stehen kann. Und ich bin davon überzeugt, dass mindestens 80% der Personen, die diese Initiative unterstützen oder gar lanciert haben, einen Verdienst, der 12x höher ist als der Mindestlohn in einer Firma, mit Handkuss nehmen würden. Ich kann dazu nur sagen, wozu soll diese Eifersuchtspolitik gut sein?!? (Um nur einen Grund zu nennen, weshalb ich diese Initiative auf keine Fall unterstützen werde.)