Lehrstellen für Sans-Papiers: Ein Schritt in die richtige Richtung
 

Lehrstellen für Sans-Papiers

Überraschender- und erfreulicherweise hat gestern der Nationalrat einer Motion zugestimmt, die jugendlichen Sans-Papiers, die in der Schweiz zur Schule gegangen sind, ermöglichen soll, eine Berufslehre zu machen. Bisher können Kinder von Papierlosen augrund ihres irregulären Status zwar die obligatorische Schulzeit absolvieren, danach werden sie aber ohne Anschlussmöglichkeit in die Illegalität gedrängt.

Aber auch wenn sie in Zukunft eine Lehre machen können, fehlt ihnen eine reguläre Anschlussmöglichkeit. Kein Abschluss ohne Anschluss - und dies geht nur, wenn Sans-Papiers endlich regularisiert werden und die Erlaubnis erhalten, in der Schweiz einem Beruf nachzugehen. Dies tun viele der rund 90'000 Sans-Papiers in der Schweiz bereits jetzt - aber eben illegal und daher ungeschützt und stark abhängig. Härtefallregelungen sind keine zufriedenstellende Lösung: Sans-Papiers, die ein Gesuch stellen, setzen sich dem hohen Risiko aus, bei einem negativen Entscheid ausgeschafft zu werden. Dass viele die irreguläre Aufenthaltssituation der Gefahr einer Abschiebung vorziehen, ist angesichts der restriktiven Migrationspolitik nur allzu verständlich.

Auch wenn der Zugang zur Berufsbildung für jugendliche Sans-Papiers wie auch die formelle Anerkennung von Sans-Papiers-Kinder, die in der Schweiz geboren werden, Schritte in die richtige Richtung sind, entschärfen sie die Situation noch lange nicht. Es braucht endlich eine menschenwürdige Lösung - eine Regularisierung, wie sie in anderen Ländern bereits der Fall ist. Höchste Zeit, dass die Schweiz, die sich ihrer humanitären Tradition rühmt, diesen Schritt unternimmt!

Kommentare

Wird Zeit das sich etwas ändert!

Hallo was geht denn jetzt ab? Ich wurde aus dem Ausland adoptiert und die wenigsten interessierts wies mir geht... Dann müssten die doch auch den Namen ändern oder nicht? Ich finde es unfair wie man als Adoptierter angeschaut wird. Anscheinend wirft man Gesetze lieber für diese Menschen über den Haufen. Aber: Ich als AUSLANDSADOPTIERTER (!) MENSCH bin in einigen Gesetzen anscheinend nicht von Wichtigkeit und ich bin anscheinend noch weniger wert. Aber dann muss auch niemand etwas verlangen. Sonst kümmert man sich ja in dem Fall auch nicht weiter darum. Spätestens im Alter kommt dann das Erwachen für alle Seiten! Fragt uns doch mal ob wir unsere Eltern sehen wollen... FRAGT UNS BITTE MAL OB WIR UNSEREN GEBURTSNAMEN WIEDER MÖCHTEN! ES WIRD ZEIT FÜR EINE ÄNDERUNG IN DEN ADOPTIONSGESETZEN!!! NIEMAND HAT DAS RECHT AUF UNS HERABZUSEHEN. NIEMAND DARF UNS STIGMATISIEREN. NIEMAND KANN UNS SAGEN WAS WIR ZU FÜHLEN HABEN. NIEMAND HAT DAS RECHT UNSEREN SCHMERZ UND UNSEREN VERLUST ZU BAGATELLISIEREN. WIR LASSEN UNS DAS NICHT WEITER GEFALLEN. DASS MAN FÜR ANDERE AN DER FRONT STEHT. WÄHREND WIR UNSERE SPRACHE UND UNSERE IDENTIFIKATION NICHT BEHR HABEN. WIR WURDEN ZWANGSEINGEBÜRGERT UND AUCH NOCH JAHRE DANACH NICHT GEFRAGT WIE WIR UNS FÜHLEN. LASST EUCH DOCH AUCH EINMAL ZWANGSWEISE UMBENNEN. UND VERSUCHT DANACH EUREN GEBURTSNAMEN WIEDER ZU ERHALTEN. DANN SEHT IHR WIE UNGERECHT DAS IST. MAN ERNIEDRIGT UNS AUCH IN DEM MAN QUASI BEWEISEN MUSS, DASS MAN SEINEN GEBURTSNAMEN "VERDIENT" HAT!!! UND NICHT ZU VERGESSEN: DIE HERKUNFTSELTERN DIE EXTRA UNS DIESEN NAMEN GEGEBEN HABEN WERDEN INDIREKT, DAMIT AUCH ENTEHRT. Vergesst das nicht.

A ja noch etwas, wir hassen

A ja noch etwas, wir hassen die Verantwortlichen Befürworter von Auslandsadoption!