Eine andere Welt ist möglich!

Gestern machten sich über 150 AktivistInnen auf den Weg nach Davos an die  Anti-WEF-Demo. Wir wollten ein Zeichen gegen die Finanz-Gangster setzen, die in ihren Machtnetzwerken bereits die nächsten Boni-Pläne schmieden.

Die frostigen Temperaturen stoppten unsere Wut gegen die Abzocker nicht! Wir demonstrierten über zwei Stunden in Davos. Zu den Rednern gehörten der Präsident der SP Graubünden, Jon Pult („das WEF gehört abgeschafft, wir wollen ein Sozialforum”) oder JUSO-Präsident Cédric Wermuth („eine andere Welt ist möglich”). In dieser „anderen Welt” entscheiden nicht mehr einige wenige Abzocker über das Wohl eines ganzen Landes. Das letzte Wort gehört dem Volk. Mit der „1:12-Initiative für gerechte Löhne” bekommt das Volk dieses letzte Wort zurück. Während der Demo sammelten wir JUSOs Unterschriften für die Initiative.

Durchgefroren wollten wir uns nach der Demo bei einem heissen Getränk in der Bar „Montana” aufwärmen. Die Überraschung war gross, als wir mit unserer  JUSO-Fahne vor dem Eingang standen und mit den Worten „ihr seid hier nicht erwünscht” abgewiesen wurden. Stellt sich die Frage, wer hier eigentlich die Bösen sind. Sind es die Abzocker, die sich jedes Jahr am WEF treffen, um Geheimpläne zu schmieden, mit dem Ziel sich gegenseitig noch mehr Geld zuzuschanzen? Oder sind es die vielen Aktivistinnen und Aktivisten die ein Zeichen gegen diese Finanz-Gangster setzen? Die Leuthards und Sarkozys dieser Welt versprachen am diesjährigen WEF ihren Worten auch Taten folgen zu lassen. Auf diese Taten bin ich sehr gespannt…

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