JUSO kippt SP-Position zu Games

An der gestrigen Delegiertenversammlung der SP Schweiz wurde die Resolution “Jugend mit Zukunft” der JUSO Schweiz diskutiert und mit grossem Mehr angenommen. In der Resolution wird unter anderem der Verzicht auf ein Verbot von Killergames gefordert. Der Antrag der SP Kanton Bern, der eine Einschränkung des Handels forderte, hatte keine Chance vor den Delegierten. Die SP hat mit der Annahme der JUSO-Resolution bewiesen, dass sie sich für das Recht der Jugendlichen auf eine selbstbestimmte Jugendkultur einsetzt und sich gegen jegliche Bevormundung wehrt.

Wir werden uns weiterhin für eine selbstbestimmte Jugend und gegen ein Verbot von Killeragames einsetzen. Ein Verbot erachten wir aus drei Gründen für falsch.

1. Die Jugendlichen haben das Recht auf eine selbstbestimmte Jugendkultur. Jede und jeder hat das Recht, selber zu entscheiden womit er oder sie die Freizeit verbringen will. Es liegt nicht an den PolitikerInnen vorzuschreiben, ob Jugendliche Fussball spielen, Modellflugzeuge basteln oder Computerspiele spielen.

2. Killergames haben nichts mit Jugendgewalt zu tun. Gewalt unter Jugendlichen hat andere Ursachen wie Perspektivenlosigkeit und prekäre familiäre Verhältnisse. Sie mit einem Verbot von Killergames bekämpfen zu wollen ist sinnlos.

3. Ein Verbot ist nicht umsetzbar. Das Rad der Geschichte lässt sich nicht zurückdrehen. Kinder und Jugendliche kommen mit Inhalten wie Killergames oder Pornos im frühen Alter in Kontakt. Verbote bringen nichts und schaffen einen Schwarzmarkt, der schwer zu kontrollieren ist, das Internet ermöglicht immer und überall Zugang zu Games. Viel wichtiger ist darum die Schulung der Medienkompetenz von Kindern, Eltern und Lehrpersonen.

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