Subventionen für Abzocker-Banker: JUSO verleiht CS-Dougan an seinem Wohnsitz in Erlenbach den «Goldenen Arsch»

Durch die faktische Staatsgarantie wird den Grossbanken kräftig unter die Arme gegriffen. Im Schnitt wird jeder Banker mit bis zu 52’100 Franken – oder fast 3 Mal so stark wie eine Bäuerin – subventioniert. Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, verleiht die JUSO dem CS-Abzocker Brady Dougan morgen, dem 18. September, bei seinem Wohnsitz in Erlenbach um 13:00 Uhr in einer symbolischen Aktion den «Goldenen Arsch» für den grössten Schweizer Subventions-Bezüger.

Hochaufgelöste Fotos der Aktion können hier heruntergeladen werden.

Brady Dougan ist nicht zu schlagen. Im letzten Jahr zockte der CS-Chef 91 Millionen ab. Dieser Betrag ist schon Ärgernis genug, wäre er nicht auch noch massiv staatlich subventioniert: Werden nämlich die Banken-Subventionen auf alle Banker von UBS und CS im Verhältnis zu ihrem Lohn aufgeteilt, entfallen auf Dougan 17 Millionen!

Signe Fleischmann, Sprecher der JUSO Stadt Zürich: «Keine andere Person in der Schweiz hängt derart am Tropf der Allgemeinheit wie Brady Dougan. Um das deutlich zu machen, verleiht ihm die JUSO morgen in einer symbolischen Aktion den ‘Goldenen Arsch’, die Auszeichnung der JUSO für den grössten Schweizer Subventions-Bezüger».

Subventionen pro Beschäftigtem: Banker bekommen mehr als Bauern

Die Grossbanken UBS und CS sind für die Schweiz systemrelevant: Sind die Banken in Gefahr, haben sie die Gewissheit, dass ihnen der Staat zur Hilfe eilt. Damit können die Banken grössere Risiken eingehen, höhere Gewinne erzielen und dickere Boni auszahlen. Signe Fleischmann, Sprecher der JUSO Stadt Zürich: «Der Staat und die SteuerzahlerInnen versichern die Grossbanken gratis und franko – und subventionieren damit deren Gewinne und Abzocker-Löhne.»

Urs Birchler von der Uni Zürich schätzt im Auftrag der SP Schweiz den Wert dieser Subventionen auf 4 bis 5 Mrd. Franken pro Jahr. Boris Zürcher, Ökonom des marktradikalen Think-Tanks Avenir Suisse, geht sogar von 6 Mrd. Franken aus. Das ist in jedem Fall weit mehr, als die viel gescholtenen Schweizer Bauern mit ihren 2.5 Mrd. Subventionen erhalten!

Es darf nicht weiter sein, dass sich eine kleine Banker-Minderheit auf Kosten aller andern bereichert – und dabei auch noch alle gefährdet. Erstens muss deshalb das «Too Big to Fail»-Problem schnell gelöst werden: Die Banken müssen ausreichend Eigenmittel halten, sowie Wandelschulden ausgeben, die im Notfall zu Eigenmittel gewandelt werden können. Falls das nicht greift, muss die Grösse der Banken direkt beschränkt werden.

Zweitens müssen endlich die Abzocker gestoppt werden. Die JUSO hat deshalb bereits über 100’000 Unterschriften für die 1:12-Initiative gesammelt. Die fehlenden 25’000 Unterschriften, um die Initiative sicher einzureichen, werden wir bald gesammelt haben. Die Initiative will, dass niemand in einem Jahr weniger verdient, als sich der bestbezahlte Manager in einem Monat nimmt.

Kommentare sind geschlossen.