Wer schon hat, der nimmt sich

Unabhängig von Leistung und wirtschaftlicher Prosperität
nehmen sich die Reichsten immer mehr und überlassen dem Grossteil der
Bevölkerung immer weniger. Der Verteilungsbericht des Schweizerischen
Gewerkschaftsbundes ist Wasser auf die Mühlen der 1:12-Initiative.

Die AbzockerInnen der Schweiz lassen sich so schnell nicht
aus der Ruhe bringen. Trotz Finanzmarktkrise und Bonidebatte krallen sie sich
was sie nur kriegen können – ohne Rücksicht, ohne Moral.

In den vergangenen 11 Jahren hat sich jenes Prozent mit den
höchsten Einkommen seine Löhne verdoppelt. Es sind diese 14’000 kleinen
Vasellas, die sich schamlos durch die Löhne der anderen fressen und sich nun
bereits 6% des Bruttoinlandprodukts (BIP) ausbezahlen lassen. Während dieser Verdoppelung
mussten die übrigen 99% im Gegenzug ihre Bezüge sogar noch einschränken. Sie
kriegen nur noch 55% des gesamten BIP  und damit 4% weniger als 1998.

Aber damit noch nicht Schluss: Die AbzockerInnen werden in
der Folge auch immer reicher und wollen ihr immenses Vermögen auch
gewinnträchtig anlegen. Dies hat zur Folge, dass die tiefen Einkommen nicht nur
nichts vom grösser werdenden Kuchen kriegen, sondern über die Miete den Reichen
auch immer mehr von ihrem Einkommen gleich wieder abgeben müssen. Ganz zu
schweigen von den immer tieferen Einkommenssteuern für Spitzenverdiener und den
immer höheren Pro-Kopf-Gebühren und Krankenkassenprämien.

Als Fazit bleibt: Die Umverteilungsmaschinerie läuft auf
Hochtouren. Es ist dringend notwendig, dass wir sie stoppen. Wir werden dies
mit der 1:12-Initiative tun – und zwar so bald wie möglich.

Verteilungsbericht des SGB

Schreibe einen Kommentar