Gleichstellungs-Plakate der JUSO in Bern

Im
Gegensatz zur APG haben andere Plakatfirmen kein Problem damit, die Plakate der
JUSO auszuhängen. Seit heute kann man nun in Bern sehen, welche Karriere Köppel,
Vasella und Co. als Frau gemacht hätten. Zudem werden in diversen Städten
Vorstösse eingereicht, um das fragwürdige Vorgehen der APG affichage überprüfen
zu lassen.

 

Es
gibt sie also doch, die aufgeschlossenen Plakatfirmen, die mit provokativer
Polit-Werbung für Gleichstellungsanliegen keine Probleme haben. In Bern werden
ab dieser Woche 250 Kleinplakate aufgehängt, die im Hinblick auf den
Frauenstreiktag am 14. Juni auf die unterschiedlichen Karrierechancen von Frauen
und Männern aufmerksam machen sollen. Dies zeigt, dass die Ausrede von APG genau
das war, als was sie auch Medienrechtler Peter Studer bezeichnet hatte: “ein Akt
der Feigheit”. Kristina Schüpbach, die Zentralsekretärin der JUSO Schweiz zeigt
sich erfreut darüber, dass die Plakate nun doch aufgehängt werden können: „Gegen
die Tatsache, dass Frauen heute immer noch 20 Prozent weniger verdienen als
Männer und viel schlechtere Karrierechancen haben, muss gerade heute, 40 Jahre
nach Einführung des Frauenstimmrechts, gekämpft werden.”

APG-Vorstösse
werden eingereicht

Als
Folge des Negativentscheids der APG hat die JUSO Schweiz ihren lokalen Sektionen
Vorstösse zugestellt, um diese in den jeweiligen Parlamenten einzureichen. In
einer Interpellation fragt
die JUSO, wie der Stadt- oder Gemeinderat zu verhindern gedenke, dass die APG
nur noch Plakate aufhängt, die ihr politisch genehm sind. Sie will ausserdem
wissen, ob mit der Verweigerung des Aushangs gegen den Konzessionsauftrag
verstossen wurde. In diesem Falle verlangt die JUSO, dass der Auftrag gekündigt
und unter der Auflage der strikten politischen Unabhängigkeit neu ausgeschrieben
würde.

Hier finden Sie die
Plakate der Kampagne:

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