Solaranlagen auf dem Bundeshaus

Die JUSO will die Bauvorschriften für Solaranlagen weitestgehend lockern und das Bewilligungsverfahren stark vereinfachen. Zu diesem Zweck reicht sie in einer koordinierten Aktion von Hérens über Biel bis Arbon in Gemeinden und Kantonen in der ganzen Schweiz Vorstösse ein.

 Immer mehr Menschen sind bereit, ihre Dächer mit Solar-Anlagen auszustatten. Dies ist eine sehr erfreuliche Tatsache, denn eine Zukunft mit erneuerbarer Energie ist nur dann möglich, wenn wir unsere Möglichkeiten, diese zu produzieren flächendeckend nutzen. In naher Zukunft werden die Energiepreise steigen und eine zunehmende Energieautarkie wird zu einem klaren Vorteil für jene Gemeinden, die in diesem Bereich schnell und flexibel handeln.

Oft stossen aber interessierte Hauseigentümer auf grosse Hindernisse. Dabei sind nicht nur die Bauvorschriften ein Problem, sondern auch die Vielzahl beteiligter Amtsstellen. Wer eine Solaranlage auf dem eigenen Dach installieren will, stösst heute oft auf einen bürokratischen Hindernislauf. Nicht selten sind bis zu elf verschiedene Amtsstellen in ein Bewilligungsverfahren involviert. Rigide Bauvorschriften erschweren das Vorhaben zusätzlich. Unter diesen Umständen wird es für viele Leute unattraktiv und zu aufwändig, ihren Beitrag an den energetischen Wandel zu leisten.

Erneuerbare Energie nicht mehr blockieren – Bauvorschriften lockern

Die JUSO reicht deshalb flächendeckend in Gemeinden und Kantonen Vorstösse ein, um diesen Missstand zu beheben. Solar- und Fotovoltaikanlagen sollen auf allen Dächern, auch in Altstädten und auf denkmalhistorischen Gebäuden installiert werden, sofern sie nicht unwiederbringlich zerstört werden.  Baubewilligungsgebühren für Solar-Anlagen sind auf ein gesetzliches Minimum zu reduzieren und das Verfahren soll so weit wie möglich vereinfacht werden. Wenn möglich so, dass GesuchsstellerInnen sich nur noch an eine Amtsstelle wenden müssen, um die Bewilligung und die Unterstützungsbeiträge zu erhalten.

David Roth, Präsident der JUSO Schweiz, kann sich durchaus vorstellen, selbst auf dem Bundeshaus Solaranlagen zu installieren: “Das wäre vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber es wäre doch ein tolles Symbol dafür, dass es uns mit den erneuerbaren Energien ernst ist.” Diese Umgewöhnung sei klar das kleinere Problem als jene, die uns bei einem Atom-GAU entstehen würden.

Hier finden Sie das Postulat.

Kommentare sind geschlossen.