Banken gehören in den Service public

Nach dem erneuten Debakel ist klar: Der Bankensektor muss in den Service public überführt werden und
überrissene Lohnausschüttungen gehören verboten – die 1:12-Initiative wäre ein
erster Schritt dazu.

Letze Woche wurde bekannt, dass ein Investment-Banker der
UBS seiner Bank durch Geschäfte im hochriskanten Handel einen Kapitalverlust von
rund 2 Milliarden US-Dollar eingebrockt hat. Die erneute UBS-Affäre macht klar,
dass die systemrelevanten Grossbanken und namentlich Personen wie UBS-CEO Oswald
Grübel genau wie vor der Bankenkrise 2008 lieber auf Kosten der Öffentlichkeit
mit dubiosen Finanzprodukten jonglieren, als sich ihrer eigentlichen Aufgabe der
Investitionstätigkeit in die Realwirtschaft zu widmen, die der Volkswirtschaft
und damit den Menschen dient.

Die JUSO Schweiz fordert die
Untersagung des Eigenhandels und des Investment-Bankings für
systemrelevante Banken und den sofortigen Rücktritt des UBS-CEO Oswald
Grübel. Aber auch Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger muss die Konsequenzen
ziehen und seinen Platz räumen. Mit der Auswechslung der Chefetage ist jedoch
noch nichts gelöst. Die Risiken für die Bevölkerung bleiben bestehen solange
systemrelevante Grossbanken auch weiterhin masslosen Profit nach einer
kapitalistischen Logik anstreben. Solange selbst in Krisenzeiten weiterhin
exorbitante Löhne und Boni ausgeschüttet werden, solange immer weiter versucht
wird, mit undurchsichtigen Finanzprodukten bestehende Regelungen zu umgehen,
solange werden wir vor weiteren Finanzkrisen nicht verschont werden.

Die JUSO Schweiz fordert deshalb die Überführung des
Bankensektors in den Service public, um diesem Zwang von Profitwachstum für
wenige auf Kosten aller anderen zu beenden und die Eskalierung der Krise zu
verhindern. Die Grossbanken müssen sich wieder ihrer eigentlichen Aufgabe der
nachhaltigen Kreditvergabe und des sicheren Flusses öffentlicher wie privater
Gelder annehmen. Dies erreicht die Schweiz nur, wenn auch die Banken
demokratischere Strukturen annehmen und der Souverän mehr Einfluss auf die
Geschäfte mit den eigenen Geldern nehmen kann.

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