Occupy Villa Vasella!

Die Besetzung der Villa von Novartis-CEO
Daniel Vasella in Riesch war ein voller Erfolg. Die angereisten JUSOs und
weitere Personen protestierten mit einen überdimensionierten Kündigungsbrief an
Vasella gegen die angekündigten Massenentlassungen des
Pharmamultis.

Daniel Vasella,
Verwaltungsratspräsident des Chemiemultis Novartis, kassierte 2010 22 Millionen,
seine Firma gibt einen Quartalsgewinn von 2.5 Milliarden Franken bekannt und
gleichzeitig hat er diese Woche die Entlassung von 2000 Angestellten
angekündigt. Die JUSO will diese unverschämte Abzockerei auf dem Buckel der
ArbeitnehmerInnen nicht hinnehmen und hat deshalb heute Nachmittag in Riesch,
dem Wohnort von Daniel Vasella, protestiert und gefordert, die unnötigen
Kündigungen zu unterlassen.

Für die Entlassung von Daniel Vasella gäbe
es dagegen genügend Gründe. Die drei wichtigsten hat ihm die JUSO auf einem
überdimensionierten Kündigungsbrief übergeben:

– Entlassungen trotz
Milliardengewinnen
– Ungebührliche Selbstbereicherung

Medikamenten-Preistreiberei

Wer braucht hier
Schutz?

Auffällig war zudem das enorme
Polizeiaufgebot für die äusserst friedliche Besetzung. Vasella empfing dann zwar
David Roth und Mattea Meyer als VertreterInnen der AktivistInnen zu einem kurzen
persönlichen Gesräch. Es mutet allerdings reichlich befremdlich an, dass
gewählte PolitikerInnen nur nach Durchsuchung und Begleitung von PolizistInnen
in die Nähe des Multimillionärs gelangen dürfen. Die JUSO kritisiert diese
beinahe feudalen Verhältnisse scharf. Es kann nicht sein, dass der Staat die
Sicherheit von ein paar Schwerreichen höher gewichtet als von anderen und
gleichzeitig nicht imstande ist, die Arbeitsplätze von tausenden von
ArbeitnehmerInnen gegenüber den Kapitalisten-Gurus zu verteidigen.

Fotos der Aktion in Kürze
hier verfügbar

 

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