Studiengebühren einschränken!

Die JUSO-Nationalräte Mathias Reynard und Cédric Wermuth reichen heute eine parlamentarische Initiative ein, um Studiengebührenerhöhungen zu stoppen.  Sie fordern einen Maximalbetrag von 650 Franken für die ETHs. Die JUSO unterstützt dieses Anliegen, nach den Erhöhungen in St. Gallen, Bern und Zürich muss mit dieser diskriminierenden Tendenz Schluss sein!

Bildung ist auch auf tertiärer Stufe im UNO Pakt II ein Grundrecht. Der Hochschulunterricht soll jederfrau und -mann gleichermassen entsprechend seinen Fähigkeiten und Neigungen zugänglich gemacht werden – dazu gehört auch, dass Bildung unentgeltlich sein soll.

Studieren ist heute nicht gratis: Lebenshaltungskosten von rund 22’000 Franken jährlich müssen mit Unterstützung der Familie, von Stipendien oder durch Erwerbstätigkeit finanziert werden. Wenn Studiengebühren dazu kommen, so stellen diese eine weitere ökonomische Hürde im Zugang zu Bildung dar. Nicht mehr die Fähigkeit, sondern das Budget entscheidet darüber, ob Studierende an die ETH, Universität, Fachhochschule oder Pädagogische Hochschule können.

Mattea Meyer, Vize-Präsidentin der JUSO Schweiz meint dazu: “Es liegt nicht an den Studierenden, das Studium selber zu finanzieren. Bildung auf allen Stufen ist eine wichtige gesellschaftliche und somit staatliche Aufgabe. In der heutigen Bildung steckt die Zukunft von Morgen – sie darf und muss uns etwas wert sein.” Wir stehen für eine echte Chancengleichheit, wo auch Kinder aus finanziell schwachen Familien die Chance haben, ein Hochschulstudium zu absolvieren. Unsere Hochschulen sollen allen offen stehen, nicht nur einer selbsternannten Elite aus Reichen!

Die momentane Entwicklung an den kantonalen Universitäten und Fachhochschulen, an welchen die Studiengebühren teilweise erhöht werden, um Kantonsbudgets zu refinanzieren, ist für die JUSO nicht akzeptabel. Wir fordern eine gute Ausbildung für alle, eine Ausbildung, die den jeweiligen Fähigkeiten und Neigungen gerecht wird, unabhängig von sozialer Herkunft, Geschlecht oder Konfession.

Die JUSO steht deshalb hinter der Parlamentarischen Initiative Wermuth/Reynard, welche für alle Schweizer Hochschulen einen fixen Maximalbetrag für Studiengebühren festlegt. Bildung muss ein öffentliches Gut bleiben – in diesem Sinne will die JUSO Hochschulen für alle und nicht eine Eliteproduktionsstätte.

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