Nationalrätliche Wirtschaftskommission stellt sich auf Seite der Abzocker

Zwei Vertreter der JungsozialistInnen JUSO Schweiz konnten am Morgen des 18. Juni den Mitgliedern der nationalrätlichen Wirtschafts- und Abgabenkommission WAK-N die 1:12 Initiative vorstellen. Die Anhörung brachte indes keine Überraschung: Die bürgerliche Mehrheit stellt sich mit 18:7 Stimmen weiterhin konsequent hinter die Abzocker.

“Spätestens nachdem die vereinigten Bankenlakaien in der letzten Sessionswoche sogar noch die Bonussteuer abgeschossen hatten, war uns klar, wie unsere Chancen stehen” meint David Roth, Präsident der JUSO Schweiz. “Man hat uns in der Kommission unmissverständlich klar gemacht, dass die Mehrheit des Parlaments hinter den wenigen Abzockern steht, die sich auf Kosten der grossen Mehrheit schamlos bereichert.”

Auch Nationalrat Cédric Wermuth (SP/JUSO Aargau, Stv. Mitglied der WAK-N und an der Sitzung anwesend) sieht das ähnlich: “Wir haben es in der Sitzung mit Zahlen, Fakten und Argumenten versucht – aber bei GLP, CVP, FDP und SVP rannten wir gegen eine beinharte ideologische Mauer. In diesen Köpfen scheint die Bankenkrise bereits vergessen und abgehakt.”

Spätestens dann wenn die Initiative zur  Volksabstimmung kommt, wird sich die Koalition der Abzocker-Freunde nicht mehr hinter ihren ideologischen Scheuklappen verstecken können.

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