Freudentag für Abzocker – Nationalrat lehnt 1:12 Initiative ab

Heute hat der Nationalrat die “1:12-Initiative – für gerechte Löhne” abgelehnt. Die bürgerliche Mehrheit will keine wirksamen Massnahmen gegen die Abzockerei und stellt sich hinter jene ManagerInnen, die unsere Gesellschaft als Selbstbedienungsladen sehen. Die JUSO Schweiz hält weiterhin an ihrer Initiative fest.

– Mit der 1:12-Initiative stellen wir sicher, dass das Volk über die Spielregeln entscheidet.
Wir wollen der Demokratie wieder Glaubwürdigkeit verleihen und der Herrschaft der Oligarchen in den Manageretagen ein Ende setzen. Auch die Vasellas und Ospels haben sich an demokratische Grundregeln zu halten. “Wir sind nun endgültig am Punkt angelangt, bei dem wir die Spielregeln ändern müssen”, so JUSO-Nationalrat Mathias Reynard.

– Mit der 1:12-Initiative korrigieren wir einen Teil der ständig zunehmenden Ungleichheit.
Eine kleine Minderheit bereichert sich zunehmend am gemeinsam geschaffenen Reichtum – während die grosse Mehrheit mit stagnierenden Löhnen und steigenden Lebenshaltungskosten kämpft. Während sich die Zahl der Lohnmillionäre innerhalb von 10 Jahren verfünffacht hat, stagnieren die unteren und mittleren Lohnklassen seit Jahren. “Diese Ungleichheit ist ökonomisch irrational und gefährlich. Sie schafft Spekulationsblasen und zerstört die Massenkaufkraft”, so JUSO-Präsident David Roth.

– Mit der 1:12-Initiative stoppen wir die Selbstbereicherung der Manager.
Alle bisherigen Vorschläge reichen dazu nicht aus. “Nur die 1:12-Initiative stellt sicher, dass unsere Unternehmen nicht zu Selbstbedienungsläden für Topmanager werden”, so JUSO-Nationalrat Cédric Wermuth.

ManagerInnen feiern Nationalratsentscheid vor dem Bundeshaus

Heute war ein Feiertag für die Vasellas, Ermottis und Dougans. Vor der Debatte wurde ausreichend Papiergeld an die bürgerlichen ParlamentarierInnen verteilt, um sie von der “richtigen” Meinung zu überzeugen. Nach der für die AbzockerInnen erfolgreichen Abstimmung veranstalteten diese vor dem Bundeshaus eine spontane Feier. Die ParlamentarierInnen wurden nach der Debatte von einer grossen, jubelnden und Firmenfähnchen schwenkenden Managermenge gefeiert.

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