Keine Illegalisierung – mehr Schutz für alle!

Die  JUSO hat heute gemeinsam mit Gewerkschaften, Frauenorganisationen und Cabaret-Betreiber an einer Pressekonferenz die Forderung bekräftigt, das Cabaret-Tänzerinnen-Statut beibehalten zu wollen. Der Bundesrat schlägt in der Vernehmlassung vor, diese abzuschaffen. Eine wirksame Bekämpfung von Menschenhandel ist aber nur möglich, wenn die Opfer nicht kriminalisiert werden, sondern legal arbeiten können und TäterInnen verfolgt und bestraft werden.

Der Verzicht auf die Abschaffung der L-Bewilligung kann und darf aber nur ein erster Schritt sein. Auch das heutige System ist nicht eine sinnvolle Antwort. Es braucht zwingend ausgeweitete flankierende Massnahmen, welche die Arbeitnehmerinnen vor Menschenhandel und Ausbeutung schützt, ihnen bessere Arbeitsbedingungen ermöglicht und die Behörden zum Handeln zwingt.

Gleichzeitig braucht es aber auch für andere Menschen aus Drittstaaten eine Möglichkeit, legal in der Schweiz arbeiten zu können. Denn diese Arbeit wird bereits geleistet, unter anderen im privaten Care-Bereich, in der Hausarbeit oder auch in der Landwirtschaft.

“Die heutige Situation ist zynisch: Die Schweiz zieht diesen Ländern dringend benötigte Fachkräfte ab, für weniger gut ausgebildete Menschen ist die einzige legale Arbeitsmöglichkeit jedoch die Arbeit als Cabaret-Tänzerin”, sagte Kristina Schüpbach, Zentralsekretärin der JUSO Schweiz an der Pressekonferenz.

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