Schritt Richtung mehr Chancengleichheit verpasst

Die JUSO ist erfreut, dass der Bundesrat die Notwendigkeit erkennt, das Stipendienwesen zu verbessern und der Stipendieninitiative einen indirekten Gegenvorschlag gegenüberstellt. Weniger erfreulich ist aber, dass es der Bundesrat mit der Ablehnung der Initiative verpasst, das Stipendienwesen zu einem sozialen und gerechten System umzubauen, das allen Menschen, unabhängig von Herkunft und sozialem Status, einen Zugang zur Hochschulbildung ermöglicht.

Genau dies fordert aber die Stipendieninitiative: Studierende sollen Ausbildungsbeiträge erhalten können, die ihnen einen minimalen Lebensstandard garantieren. Der Zugang zu Bildung darf nicht mehr von den finanziellen Möglichkeiten von Einzelpersonen und Familien abhängig gemacht werden.

“Mit seinem Gegenvorschlag erkennt der Bundesrat die Bedeutsamkeit der Problematik und macht einen Schritt Richtung Harmonisierung. Aber der Vorschlag ist ungenügend, denn er führt nicht zu einer echten Stärkung des Stipendienwesens. Für dies werden wir uns nun im Parlament einsetzen,” meint JUSO-Nationalrat Mathias Reynard.

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