Keine Abzocker bei Kantonalbanken!

Der Regierungsrat des Kanton Luzerns findet in Bezug auf die Luzerner Kantonalbank „Lohnexzesse sind zu vermeiden.” und findet eine Vergütung von höchstens 300‘000 Franken für den Verwaltungsratspräsidenten als angemessen. Die JUSO freut sich über diese schönen Worte, fordert nun jedoch Taten. Die JUSO wird im Kantonalparlament einen Vorstoss einreichen, welcher die Kantonalbank verpflichtet, im gesamten Unternehmen eine Lohnbandbreite von maximal 1:12 einzuhalten.

In der gestern veröffentlichten Eignerstrategie des Kanton Luzerns erachtet der Regierungsrat „eine Vergütung von weniger als 300‘000 Franken für den Verwaltungsratspräsidenten” und „eine Vergütung von weniger als 950‘000 Franken für den Vorsitz der Geschäftsleitung als angemessen”.

„Es freut uns, dass der Regierungsrat endlich erkennt, dass Abzocker gestoppt und Managerlöhne begrenzt werden müssen. Jedoch müssen nun Taten folgen: Auch in der Kantonalbank soll niemand in einem Jahr weniger verdienen als der Top-Manager in einem Monat!” sagt JUSO-Kantonsrat Hasan Candan, welcher zusammen mit JUSO-Kantonsrat David Roth einen entsprechenden Vorstoss einreichen wird.

„CEO Bernhard Kobler bezog 2011 ganze 1.07 Millionen Franken. Mit einer Lohnbandbreite, wie dies auch die 1:12-Initiative der JUSO Schweiz fordert, stoppen wir solche unverschämte Saläre”, meint David Roth.

Gleiche oder ähnliche Vorstösse zur Festlegung einer Lohnbandbreite von 1:12 bei den Kantonalbanken wurden u.a. bereits in den Kantonen Glarus und Thurgau eingereicht, weitere Vorstösse wird die JUSO etwa in Graubünden, Zürich und Solothurn einreichen.

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