JUSO startet Kampagne zur Anti-Abtreibungsinitiative

Die JUSO startet heute ihre Kampagne zur Initiative “Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache”, worüber am 9. Februar abgestimmt wird. Im Zentrum steht dabei das Recht der Frau auf Selbstbestimmung, rund um den Slogan “Mein Körper – meine Entscheidung”. Die Kampagne will vor allem den Stimmen der jungen Menschen Aufmerksamkeit schenken.

Heute initiiert die JUSO Schweiz eine Kampagne gegen die Initiative “Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache”. Die Initiative fordert, dass die obligatorische Krankenversicherung künftig keine Abtreibungen mehr finanziert und die Kosten von den einzelnen Personen selbst getragen werden müssen. Vize-Präsidentin Ursula Näf sagt dazu: “Die Initiative ist ein Angriff auf die heutige Fristenlösung und richtet sich gegen die Selbstbestimmung der Frau. Denn wer in finanziellen Schwierigkeiten steckt, kann mit dieser Initiative keine freie Entscheidung mehr treffen.” Daher legt die JUSO den Schwerpunkt ihrer Kampagne auf das Recht der Frau, über ihren Körper selbst entscheiden zu können.

“Im Initiativkomitee sind 70 Prozent aller Mitglieder alte Männer, welche von der Initiative selbst nie direkt betroffen sein werden. Es braucht die Sitmme der Jungen!”, sagt Näf weiter. Die Kampagne will daher junge Frauen und Männer dazu auffordern, sich selbst zu Wort zu melden. Auf der Homepage www.mein-körper-meine-entscheidung.ch wird täglich ein Foto aufgeschaltet, wo sich nackt posierende AktivistInnen mit ihrer eigenen Botschaft gegen die Initiative äussern. Junge Leute werden über verschiedene Kanäle dazu aufgefordert, ihr eigenes Foto einzuschicken.

Ein weiteres Kernelement der Kampagne sind schweizweite Flyeraktionen mit dem eigenen JUSO-Flyer gegen die Anti-Abtreibungsinitiative (>> Flyer als PDF). Die JUSO wird in der ganzen Schweiz bis zur Abstimmung 20’000 Flyer verteilen.

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