JUBroSis geht in die erste Runde

Wir alle waren einmal Neumitglieder. Viele haben diese Zeit als spannend, aber auch nicht ganz einfach in Erinnerung: Auf einen Schlag lernt man eine unbekannte Parteistruktur und Unmengen neuer Leute kennen. Die ideologischen oder rhetorischen Schwergewichte unter ihnen können auf den ersten Blick hemmend wirken, sich aktiv an der Arbeit und den parteiinternen Diskussionen zu beteiligen. In der eigenen Sektion, im „sicheren Heimathafen“, ist diese Hemmung dank der engen Vernetzung jedoch meist schnell überwunden. Doch wer sich noch an seine oder ihre erste Delegiertenversammlung der JUSO Schweiz erinnert, an fast 300 neue Gesichter und nur eine Handvoll bekannte, versteht, wie hoch die Hemmschwelle ist, als Neumitglied ins kalte Wasser der JUSO Schweiz zu springen.

Genau hier soll JUBroSis helfen. Während manche Sektionen ihre Neumitglieder systematisch einführen und begleiten, haben andere nicht immer die Ressourcen dazu. Anstatt die wichtige Vernetzung und die Bildung der unerfahrenen Mitgliedern Glückssache sein zu lassen, gibt das Mentoringprogramm JUBroSis ihnen selber das Steuer in die Hand. Sie können selbstständig die Unterstützung durch eine erfahrenere Person einfordern, sei dies für die Begleitung an Events, für die Vernetzung, für Hilfe bei konkreten Situationen (wie z.B. eine Aktion vorzubereiten) oder auch einfach nur um eine Einführung in die Strukturen, Geschichte und Abläufe der Partei zu erhalten.

Die erste Runde von JUBroSis geht nun endlich los. Viele Neumitglieder haben sich als „Teilnehmende“ (Mitglieder, die Unterstützung wünschen) angemeldet, viele erfahrene Mitglieder als „Bros/Sis“ (Mentor_innen) angemeldet. So konnten schlussendlich 14 Paare gebildet werden; dabei wurde sowohl auf die bei der Anmeldung angegebenen Erfahrungen und Erwartungen, wie auch auf die regionale Herkunft und die ausgeglichene Vertretung von Männern und Frauen geachtet.

Diese 28 „Geschwister“ lernen sich morgen Samstag in Bern kennen, erstellen zusammen eine Zielvereinbarung und sollen sechs Monate lang in engem Kontakt zueinander stehen. In dieser Zeit finden mindestens vier Treffen statt, die fast alles umfassen können was die Teilnehmenden wünschen und ihnen hilft. Auch für Bro und Sis ist das nicht unattraktiv: Sie stellen sicher, dass ihr erarbeitetes Wissen weitergegeben wird, und lernen die Bedürfnisse der „Neuen“ kennen.

Du willst auch beim Projekt JUBroSis mitmachen? Dann melde Dich doch direkt per Mail bei Ursula Näf ([email protected])

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