Erster Prix d’Austerité geht an den Berner Grossrat

Im Rahmen ihrer grossen Anti-Spar-Kampagne hat die JUSO Schweiz gestern zum ersten Mal den Prix d’Austerité übergeben. Die Trophäe wurde zuhanden des Gesamtrates an dessen Präsidentin, Beatrice Struchen, an ihrem Wohnort in Epsach BE übergeben. Im Rahmen einer Aktion brannte die JUSO den Kanton Bern zudem symbolisch nieder.

Im Rahmen eines Online-Votings unter spar-alarm.ch wurde in den letzten Wochen der erste Prix d’Austerité vergeben. Der Wanderpreis zeichnet besonders dumme und asoziale Sparideen von Einzelpersonen und Institutionen aus und wird bis Ende Jahr insgesamt sechs Mal verliehen. Die Preisverleihung fand im Rahmen der grossen JUSO-Kampagne gegen die bürgerliche Sparpolitik statt.

Der Grosse Rat des Kantons Bern setzte sich im Voting mit 48 Prozent der Stimmen deutlich gegen den Schaffhauser Bildungsdirektor Christian Amsler und den Neuenburger Regierungsrat durch. Grund der Auszeichnung: Letztes Jahr schnürte das Berner Parlament nicht nur ein 500-Millionen-Sparpaket, es erhöhte sich in der gleichen Session auch den eigenen Lohn um fast 8’000 Franken.

Die Preisübergabe fand gestern Nachmittag in Epsach BE am Wohnort von Grossratspräsidentin Beatrice Struchen (SVP) statt. Nach der Übergabe brannten die JUSO-Aktivist_innen den Kanton Bern, dargestellt durch einen Teddybären, symbolisch nieder, um auf die massiven Leistungskürzungen im Rahmen des laufenden Sparprogramms aufmerksam zu machen.

Bilder der Aktion finden Sie hier.

Bis Ende Jahr hat sich die JUSO Schweiz schwerpunktmässig dem Kampf gegen die bürgerliche Sparpolitik verschrieben. In zahlreichen Aktionen in allen Kantonen wird sich die JUSO bis dahin gegen Abbaumassnahmen zu Lasten der Bevölkerung und für ein gerechtes Steuersystem und eine solidarische Gesellschaft einsetzen.

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