Bericht aus dem Sommerlager 2014

Auch dieses Jahr wieder fanden über 130 Jungsozialist_innen im Kanton Wallis zusammen, um gemeinsam mehr über die Geschichte des Sozialismus zu erfahren, Utopien zu spinnen und die Bewegung zu stärken. Ein durchaus gelungenes Vorhaben!

Nicht zum ersten Mal versammelte sich die „erfolgreichste Jungpartei der Schweiz“ (NZZ, August 2013) in Chandolin, hoch über dem Rhonetal, um fünf Tage lang Gemeinschaft zu erleben. In dieser kurzen Zeit jedoch gab es viel zu tun: Die Workshops „Warum sind wir Sozialist_innen“ sind ein dichtes Programm an Geschichte, Theorie und Gegenwartsphilosophie des Sozialismus. An vier Morgen wurden somit in mehreren Kleingruppen Elemente wie das Denken der Rosa Luxemburg, der Hegemoniebegriff oder auch Sozialliberalismus bearbeitet. Doch auch ausserhalb dieser Kurse war Politik das oberste Gut. Weitere Wahlworkshops konnten belegt werden, darunter Themen wie unsere neue Initiative – das Verbot von Spekulation mit Nahrungsmitteln – die Historie der Sozialistischen Internationalen oder auch brandaktuelles wie der Überwachungsstaat und das Büpf.

Nicht zuletzt war der Austausch unter den Sektionen ein wichtiger Punkt dieses Lagers. Sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und von deren Ideen zu erfahren, liefert nicht nur Impulse. Es bestärkt in der bisherigen Tätigkeit und macht Mut für das Weiterkämpfen. Die spannende Gespräche entwickelten sich meist aus der Situation heraus, nicht erwartet aber trotzdem erwünscht: Das Fleisch beim Mittagessen, die Nachtruhe ab 22 Uhr, die vielen leerstehenden Chalets rund um das Lagerhaus.

Teil des Lagers waren auch einige internationale Gäste wie der Generalsekretär der YES! (Young European Socialists), die Vorsitzende der Jusos Deutschland und der Sozialistischen Jugend Österreich. Am ersten Abend konnten sie in einer Podiumsdiskussion zum aktuellen Weltgeschehen mit Fragen gelöchert werden. Danach jedoch gehörten sie wie jede_r andere zu den Lagerteilnehmer_innen und weiteren interessanten Gesprächen zu politischen Themen in Österreich, Deutschland und ganz Europa standen nichts mehr im Wege.

Nach diesen Tagen steht nun allen Teilnehmer_innen eine breite, neue Palette an politischem Wissen zur Verfügung, das nur auf seine Anwendung wartet. Gerüstet starten die JUSOs nun ins neue Halbjahr und können den ideologischen Vorteil wahrscheinlich schon beim nächsten Podium zur öffentlichen Krankenkasse, der Ecopop-Initiative oder bei der Abschaffung der Pauschalbesteuerung geschickt einsetzen. Und so den anderen Politiker_innen immer einen Schritt voraus sein.

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