Über 120 Lernende und junge Erwerbstätige kämpfen für ihre Rechte

An einem grossen Aktionstag in Bern setzten Lernende und junge Arbeitende aus der ganzen Schweiz ein starkes Signal für mehr Schutz und Rechte in der Berufslehre. Zuvor diskutierten Politikerinnen und Politiker von links bis rechts an einem Podium Antworten auf die bestehenden Probleme in der Berufsbildung.

Lernende haben heute während der Lehre mit erheblichen Problemen zu kämpfen. So werden gemäss einer Studie aus dem Jahr 2014 beispielsweise 57 Prozent der Lernenden  verbotenerweise regelmässig am Arbeitsplatz alleine gelassen. Und über die Hälfte der Lernenden müssen mindestens einmal im Monat Überstunden leisten. Das verwundert kaum: 55 Prozent der Lernenden haben noch nie eine Kontrolle durch die zuständigen Berufsbildungsämter erlebt. An ihrer Jahresversammlung am 28./29. März 2015 verabschiedeten die Delegierten deshalb ein Positionspapier zur Berufslehre. Im April lancierte die JUSO Schweiz ihre Kampagne und eine Petition für mehr Rechte und Schutz für Lernende. Weitere Informationen finden Sie auf der Kampagnen-Website.

Mit einem grossen nationalen Aktionstag kurz nach Beginn des neuen Lehrjahres machte die JUSO Schweiz heute auf die Missstände und Probleme in der Lehre aufmerksam. Mehr als 120 Lernende und junge Büezerinnen und Büezer aus der ganzen Schweiz protestierten mit Aktionen und einer Kundgebung auf dem Berner Rathausplatz für eine verbesserte Lehraufsicht, einen Mindestlohn für Lernende und mehr Rechte während der Ausbildung.

Zuvor diskutierten an einem Podium im Naturhistorischen Museum unter der Leutung von Virginia Koepfli, JUSO-Geschäftsleitungsmitglied, Martina Munz (Nationalrätin SP/SH), Adrian Wüthrich (designierter Präsident Travail Suisse), Claudine Esseiva (Ständeratskandidatin FDP/BE), Erich Hess (Grossrat SVP/BE) und Romain Pilloud (JUSO/VD) über Probleme und Lösungen der Lehre.

Bilder des Aktionstages finden Sie hier.

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