Präsidiumswahlen: Die Kandidatinnen im Live-Chat

Am 18. Juni tritt Fabian Molina als JUSO-Präsident zurück. Samira Marti und Tamara Funiciello haben sich als neue JUSO-Präsidentin beworben. Wer macht das Rennen? Die JUSO-Zeitung infrarot geht neue Wege: ein Live-Chat-Hearing mit den beiden Kandidatinnen und deinen Fragen.

Wann? Sonntag, 22. Mai, ab 16.15 Uhr

Wo? Im Internet: live.juso.ch

Wie kannst du Fragen stellen?

Wo wird deine Frage beantwortet?

Die beiden Kandidatinnen beantworten deine Frage auf live.juso.ch. Wir sind zudem bemüht die Antworten danach auch per Mail und auf Facebook zu beantworten. Die spannendesten Fragen werden zudem in der Juni-Ausgabe vom infrarot abgedruckt.

Wer wählt die Fragen aus?

Je nach Anzahl Fragen, wird es nicht möglich sein, alle Fragen den beiden Kandidierenden zu stellen. Die Infrarot-Redaktion wählt in diesem Fall die spannendsten Fragen nach redaktionellen Kriterien aus.


Dario Schai
17. May 201613:45
Der Live-Chat beginnt am 22. Mai um 16.15 Uhr. Bis dann!


Dario Schai
22. May 201615:05

Schon bald geht es los mit den Fragen. Wir freuen uns! Ihr könnt uns natürlich während dem ganzen Hearing noch weiter Fragen zusenden. Und ihr könnt auch mitdiskutieren: Entweder direkt hier in der Facebook-Veranstaltung oder auf Facebook & Twitter via #‎jusolive‬


simeon
22. May 201615:14

Hallo und
herzlich willkommen beim ersten Online-Live-Chat der JUSO. Schon einmal ein grosses
Dankeschön an alle, die vergangene Woche bereits fleissig Fragen eingeschickt
haben! Tamara und Samira sind in den Startlöchern, euch ab 16:15
Rede und Antwort zu stehen.

Hier
nochmals die Infos, wie ihr Fragen stellen könnt:


simeon
22. May 201615:15

+++Wie kannst du Fragen
stellen?+++

Sende ein Mail mit deiner Frage an [email protected] oder in die Facebookveranstaltung.
+++Wo
wird deine Frage beantwortet?+++
Die
beiden Kandidatinnen beantworten deine Frage auf live.juso.ch. Wir sind zudem
bemüht die Antworten danach auch per Mail und auf Facebook zu beantworten. Die
spannendesten Fragen werden zudem in der Juni-Ausgabe vom infrarot abgedruckt.

+++Wer
wählt die Fragen aus?+++
Je nach
Anzahl Fragen, wird es nicht möglich sein, alle Fragen den beiden
Kandidierenden zu stellen. Die Infrarot-Redaktion wählt in diesem Fall die
spannendsten Fragen nach redaktionellen Kriterien aus.


Dario Schai
22. May 201615:16

simeon
22. May 201615:17
+++Wie kannst du Fragen stellen?+++

Sende ein Mail mit deiner Frage an [email protected] oder in die Facebookveranstaltung.

+++Wo wird deine Frage beantwortet?+++
Die beiden Kandidatinnen beantworten deine Frage auf live.juso.ch. Wir sind zudem
bemüht die Antworten danach auch per Mail und auf Facebook zu beantworten. Die
spannendesten Fragen werden zudem in der Juni-Ausgabe vom infrarot abgedruckt.

+++Wer wählt die Fragen aus?+++
Je nach Anzahl Fragen, wird es nicht möglich sein, alle Fragen den beiden
Kandidierenden zu stellen. Die Infrarot-Redaktion wählt in diesem Fall die
spannendsten Fragen nach redaktionellen Kriterien aus.


samira
22. May 201615:21

Natürlich ist die Vernetzung mit anderen Organisationen zur Erreichung gemeinsamer politischer Ziele extrem wichtig. Wir müssen Synergien nutzen! Es gibt jedoch einige Grundsätze, die wir dabei einhalten sollten. So ist für die JUSO physische Gewalt kein legitimes politisches Instrument. Daran beteiligen wir uns nicht. Gleichzeitig müssen wir uns bewusst sein, dass das Recht auch immer Abbild der herrschenden politischen Kräfteverhältnisse ist. Das bedeutet, dass bspw. die Unterstützung unbewilligter Demonstrationen in bestimmten Fällen richtig und notwendig ist.


Tamara Funiciello
22. May 201615:21

Ich unterstütze die Arbeit mit aussenparlamentarischen Gruppen. Es ist wichtig, dass wir als Linke geeint gegen den Kapitalismus und für eine Wirtschaft für die Menschen statt für den Profit kämpfen. Ich finde es grundsätzlich wichtig, dass inhaltliche Unterschiede diskutiert werden, aber ich denke auch, dass wir uns davon nicht spalten lassen sollten. Schluss am Ende muss der Kampf für eine bessere Welt im Vordergrund stehen und da müssen wir alles mobilisieren, was wir haben. Gemeinsam sind wir stärker.


simeon
22. May 201615:21
Beda B. und Adrian S. möchten beide gerne von euch wissen:
Soll die Schweiz in die EU? Wie steht ihr beide zur EU?


samira
22. May 201615:31

Die Politik, die heute in der EU gemacht wird, entspricht in vielen Belangen überhaupt nicht unseren Grundsätzen. Wie auch in der Schweiz politisieren die aktuellen Mehrheiten gegen die Interessen der Menschen und für die Reichen und Grosskonzerne dieser Welt, spricht: Im Sinne des Kapitals. Die EU hat zudem als transnationale Institution definitiv strukturelle Probleme. Es existieren enorme Demokratiedefizite, z.B. ist der Handlungsspielraum des Parlaments krass eingeschränkt und die Konzernlobbyist_innen geniessen riesigen Einfluss. Wir sollten uns aber auch keine Illusionen machen: Die globalisierte Wirtschaft kann nicht über nationalstaatliche Politik reguliert und umstrukturiert werden. Dafür brauchen wir eine starke internationale Bewegung. Die EU kann dabei Mittel zum Zweck sein. Als Internationalist_innen sollten wir die politische Bühne der EU nutzen, um vernetzt auftreten zu können und den internationalen Diskurs zu prägen. Nur so können wir die scheinbare Alternativlosigkeit glaubhaft anprangern und für unsere Alternative einer gerechten und demokratischen Weltordnung kämpfen!


Tamara Funiciello
22. May 201615:32

Als JUSO müssen wir sagen was ist. Ohne zu romantisieren. Die EU ist ein undemokratisches, neoliberales Konstrukt. Als Linke stehen wir für einen egalitären Internationalismus und nicht für einen kompetitiven Internationalismus. Die EU verkörpert im Moment Zweiteres. Weiter müssen wir uns bewusst sein, dass das Ziel der EU es war, über die Integration über die Märkte Krieg zu verhindern. Was die EU aber gemacht hat, ist den Krieg an die Aussengrenzen ausgelagert und ihn nicht verhindert. Die EU versagt komplett in der “Flüchtlingskrise”. Ich bin für ein internationalistisches Projekt, das die Menschen ins Zentrum stellt und nicht die Märkte. Ein internationalistische Projekt, dass die Verbesserung der Lebensumstände aller Menschen zum Ziel hat und nicht das bessere Funktionieren der Märkte. Aus diesen Gründen sage ich in der momentanen Situation nein zu einem EU Beitritt der Schweiz.


simeon
22. May 201615:32
Naemi M. fragt: Welche drei Kernthemen willst du auf die
politische Agenda der JUSO im zweiten Halbjahr 2016 (also unmittelbar nach deiner
Wahl) setzen?
Bitte ganz kurz antworten!


Tamara Funiciello
22. May 201615:34

1. Wirtschaft: TTIP/Tisa
2. Migration
3. Büpf und NDG


samira
22. May 201615:34

– Schnüffelstaat: Abstimmung NDG

– Spar-/Steuerpolitik: Kampf gegen die Unternehmenssteuerreform III
– Kampf gegen die Freihandelsabkommen TTIP, TISA & Co.


simeon
22. May 201615:35

Tamara Funiciello
22. May 201615:47

Die Massnahmen, die ich anstrebe:
Bildungsoffensive innerhalb der JUSO auf 2 Ebenen: inhaltlich und handwerklich.
Handwerklich: Viele Menschen, die Positionen innerhalb unsere Bewegung annehmen, z.Bsp in Vorständen, haben wenig Erfahrung und müssen geschult werden.
Daher fordere ich unter anderem:
– Grund- und Weiterbildungskurse für Vorstandsmitglieder: zweimal jährlich organisier die JUSO CH einen Bildungstag wo Kompetenzen in unterschiedlichen Bereichen z.Bsp Mitgliederbindung, Fundraising, Webseitengestaltung aber auch Meidienarbeit und Kampagnenleitung.
– Sektionen Internship: durch verbesserten Austausch zwischen den Sektionen soll das Know How innerhalb unserer Partei Sektionsgrenzen überwinden.
Inhaltlich: Grundsätzlich muss mehr in diesem Bereich getan werden. Der emanzipatorische Auftrag der JUSO ist die wichtigste Aufgabe, die wir haben und die nachhaltigste und stärkste Waffe unserer Bewegung im Kampf gegen die kapitalistische Denkmuster. Daher fordere ich:
– Wir müssen mehr WSWS Kurse anbieten auch ausserhalb von Regio- und Sommerlager. Diese müssen handlicher gestaltet werden, damit sie auch von Sektionen durchgeführt werden können in Abendveranstaltungen.
– Grundsatzdebatten müssen wieder in den Fokus rücken und Positionen zu Abstimmungen sollen häufiger kontradiktorisch geführt werden.


samira
22. May 201615:47
Wissen ist Macht! Das schaffen wir nur, wenn wir eine breite Basis an Mitgliedern haben, die Bildungsarbeit als wichtige Aufgabe der JUSO anerkennen und bereit sind, mitzuarbeiten. Wir müssen ausserhalb der Oster- & Sommerlagern Basiswissen vermitteln können. Viele Sektionen sind am Ende ihrer Kapazitäten. Wir brauchen deshalb neue Strukturen – so zum Beispiel regionale Koordinationsgruppen, die regionale Bildungsevents organisieren. Heute existieren enorm viele gute Workshops, viele sind sich dem aber nicht bewusst. Wir brauchen wieder einen niederschwelligeren Zugang dazu.


simeon
22. May 201615:47

samira
22. May 201616:04

Tamara Funiciello
22. May 201616:05

Ich finde den neuen Kurs begrüssenswert. Es ist die einzige Wahl, die wir bei den momentanen politischen Kräfteverhältnisse haben. Wir werden unsere Anliegen nicht durchbringen können in der “normalen” parlamentarischen Arbeit, also müssen wir alternative Möglichkeiten finden. Grundsätzlich müssen wir aber über diese 4 Jahre hinaus planen. Wir müssen schluss am Ende die Menschen mobilisieren und so das Kräfteverhältnis zu unseren Gunsten zu verändern. Wir können als JUSO diese Arbeit unterstützen, in dem wir alternative linke Diskurse lancieren, die bei der Realität der Menschen ansetzen und die richtigen Fragen nämlich nach der Verteilung der Macht, stellen. Wir können Initiativen und Projekte lancieren, die diese alternative Diskurse ermöglichen. Hier kann dann wiederum die SP ansetzen.


simeon
22. May 201616:05

samira
22. May 201616:08

Ich werde es zum Anlass nehmen, proaktiv eine politische Debatte über den herrschenden Sexismus in unserem Land und insbesondere in der Medienlandschaft zu führen.


Tamara Funiciello
22. May 201616:08

Ich bin mir diesem Aspekt sehr bewusst und werde mich als politische Person politisch dazu äussern und es als das benenne was es ist: sexistische Kacks******e


simeon
22. May 201616:09

samira
22. May 201616:13

Unheilige Allianzen mit rechtsbürgerlichen Regierungen führen dazu, dass es einen Kampf um die Führung des Diskurses zwischen Links und Rechts gibt. Wenn die Allianz inhaltlich gerechtfertigt ist und wir es schaffen, unsere linken Positionen dabei zu stärken und den Diskurs nach links zu verschieben, finde ich es in Ordnung. Es ist somit aus meiner Sicht ein strategischer Entscheid, den man nicht verallgemeinert treffen kann.


Tamara Funiciello
22. May 201616:15

Schluss am Ende wollen wir die Verbesserung der Situation der Menschen. Wenn also die unheilige Allianz eine solche zur Folge hat, sollten wir das auch tun. Dabei gilt es aber zu beachten, dass wir den Diskurs prägen müssen. Das heisst, wir müssen den Lead behalten und nicht in neoliberale oder rechtskonservative Argumentationen verfallen, sondern konsequent linke Diskurse führen, die auch weiterführende (Macht)fragen stellen und progressivere Antworten ermöglichen.


simeon
22. May 201616:15
Simon R. will wissen: Globale Niederlassungsfreiheit für
alle Menschen – was hält ihr von dieser Forderung?


samira
22. May 201616:20

Finde ich richtig, doch nur ganzheitlich gedacht. Im globalisierten Kapitalismus kann globale Niederlassungsfreiheit schlicht der Profitmaximierung der Konzerne dienen, indem menschliche Arbeitskraft flexibel gehandelt wird. Deshalb: Eine richtige Forderung, aber erst in einer anderen Wirtschaftsordnung real umsetzbar.


Tamara Funiciello
22. May 201616:21

Diese Forderung ist eminent wichtig und muss von der Linken vehementer vertreten werden. Die Linke muss inter- bzw. antinationalistisch argumentieren, denn ansonsten stossen wir sehr schnell an die Grenzen unsere Argumentation. Wir müssen uns bewusst sein, dass Grenzen stets den Mächtigen dienen. Denn Grenzen manifestieren die Doktrin des “Teile und Herrsche”. Genau darum müssen wir sie anprangern. Denn sie dienen im Moment dem Kapital und nicht den Menschen.


simeon
22. May 201616:21

samira
22. May 201616:28

Definitiv eine wichtige, aber schwierige Frage. Es wird wohl nicht möglich sein, all unsere Unterlagen in X Sprachen zu übersetzen. Gerade bei zentralen Dingen wie z.B. der Neumitgliederbroschüre finde ich aber eine Auflage in unterschiedlichen Sprachen eine gute Idee. Zudem müssen wir durch unsere konkrete Politik zeigen, dass für uns Nationalitäten und Herkunft keine Rolle spielen und demokratische Rechte nicht an die Passfarbe gebunden sein dürfen.


Tamara Funiciello
22. May 201616:31

Es ist wichtig, dass wir so inklusiv sind wie möglich. Gerade wenn wir über Themen wie Migration sprechen, ist es wichtig, dass wir mit den Betroffenen sprechen, statt über die Betroffene und sie einbinden. Als Gewerkschaftssekretärin kenne ich dir Problematik der Einbindung von Menschen mit mangelnden Sprachkenntnisse sehr gut. Um auch Menschen mir wenig Sprachkennisse die Partizipation in unserer Partei zu ermöglichen, könnten wir zum Beispiel schauen, dass möglichst viele Unterlagen schon vor den Sitzung in schriftlicher Form vorliegen haben, damit eine bessere Vorbereitung möglich ist. Die Gründung der AG Mehrsprachigkeit finde ich zudem ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.


simeon
22. May 201616:32
Vorletzte Frage, von Andrea S.: In der JUSO ist es heute
Standard, Feminismus zu priorisieren und feministische Arbeit zu loben. Das ist
schön und gut, aber haben die Kandidatinnen konkrete Ideen für neue Massnahmen
oder Anstösse, um Feminismus in der Partei noch weiter anzutreiben? Oder finden
sie, am heutigen Stand lässt sich eigentlich nichts mehr verbessern?


samira
22. May 201616:47

Der erste Schritt ist dabei immer die Bildungsarbeit. Wir müssen begreifen, dass sich die JUSOs der Gesellschaft nicht entziehen können und Sexismus auch innerhalb unserer Partei existiert. Wir müssen begreifen, dass in dieser Gesellschaft Frauen* strukturell benachteiligt werden. Die Bildungsarbeit wurde darin schon stark verbessert, kann aber sicher noch intensiviert werden, unsere Sektionen sind aktuell sehr unterschiedlich sensibilisiert.
Ich kann mir gut vorstellen, dass wir eine angepasste Version des JuBroSis für Frauen* durchführen, um systematisch Frauen* aufzubauen und ihre individuellen Barrieren in einen gesellschaftspolitischen Kontext zu stellen. Frauen*- und Männer*räume können ebenfalls dazu dienen, die eigene Position in der Gesellschaft zu begreifen und individuelle Erlebnisse politisch zu verstehen. Auch das stärkt die breite Sensibilisierung für das Thema.
Um unsere nationale Diskussionskultur niederschwelliger zu gestalten, müssen wir in den Sektionen damit beginnen. Denn wer sich an Sektionsversammlungen nicht traut, zu partizipieren, wird es schon gar nicht an nationalen Anlässen machen. Das heisst konkret: Entwerfen wir einen Leitfaden für eine gendersensible Diskussionsführung, gehen wir in die Sektionen und schulen wir sie darin.
Ich bin zwar überzeugt, dass wir in den letzten zwei Jahren enorme Fortschritte gemacht haben, das bedeutet aber überhaupt nicht, dass diese Arbeit nun niederzulegen sein. Im Gegenteil!

Tamara Funiciello
22. May 201616:49

Es gibt ganz vieles zu verbessern. Ich denke wir sind uns bewusst, dass nach wie vor weniger Frauen* Mitglied unsere Partei sind als Männer* und die Beteiligung von Frauen* an DVs nach wie vor unterdurchschnittlich ist. Wichtig ist, dass Quoten alleine nicht reichen um die Situation zu
verändern. Denn das Recht zu haben, etwas zu tun, verleiht einem noch
lange nicht die Macht es zu tun. Wir müssen uns daher zuerst einmal fragen, wieso weniger Frauen* als Männer* das Wort ergreifen.
In dem wir die Formen von Versammlungen verändern und zum Bsp. kleine Diskussiongruppen statt grosse machen, Workshops statt Vorträge können wir die Partizipation steigern. Wir haben so viel Potential in unsere Partein, wir müssen alles daran setzen, dass dieses Potential ausgeschöpft und die Ideen der Menschen Platz finden. Wenn wir dabei unsere Strukturen überdenken müssen, bin ich gerne bereit das zu tun.

Weniger bewusst sind wir uns aber meiner Meinung nach der Tatsachen, dass wir Kinder dieser Gesellschaft sind und somit auch immer wieder gegen den Einfluss aus eben dieser Gesellschaft kämpfen müssen -auch als Individuen – um nicht in sexistische Denkweisen zu verfallen und Machtstrukturen zu reproduzieren. Um das zu tun, müssen wir wieder vermehrt Bildungsarbeit leisten, die uns auf diese Thematik sensibilisiert.


simeon
22. May 201616:53

samira
22. May 201616:59

Wir werden über Reformen kein sozialistische Gesellschaft einführen können. Grosse gesellschaftliche Umbrüche müssen aus der Bevölkerung kommen und müssen deshalb auch revolutionären Charakter haben. Wir können aber durch Reformen über etablierte Politbühnen, aber vor allem auch andere politische Instrumente Diskussionen prägen, die gegensätzlichen Interessen der politischen Akteur_innen aufzeigen, Glaubhaftigkeit gewinnen und den gesellschaftlichen Rahmen des möglich Denkbaren nach links verschieben. Sie müssen genutzt werden, um Grundsatzdebatten zu führen. Durch reale Verbesserungen in der Lebens- und Arbeitsrealität der Menschen können wir ihnen die Kraft und die Zeit verschaffen, um an eine andere Welt zu glauben und dann auch dafür zu kämpfen.


Tamara Funiciello
22. May 201617:06

So wie ich das sehe, brauchen Veränderungen Zeit. Wir müssen zuerst den hegemonialen Diskurs angreifen, linke Diskurse aufbauen, die es uns ermöglichen, ein Bewusstsein zu schaffen und Alternativen aufzuzeigen. Gleichzeitig ist es für mich wichtig, dass wir alles in unsere Macht tun um die reale Situation der Menschen zu verbessern. Konkret heisst das: die JUSO sollte Forderungen stellen, wie die 25 Stunden Woche, die eben diese Diskussionen ermöglichen und sie gleichzeitig Organisationen aufdrücken, die dann reelle Veränderunge ermöglichen, also die Verkürzung der Arbeitszeit. So können wir den Diskurs in unsere Richtung drücken. Gleichzeitig müssen wir die Menschen organisieren und zu ihrer politischen Heimat werden und so kann unsere Bewegung an Kraft gewinnen. Dennoch glaube ich nicht daran, dass wir den Sozialismus über Reformen einführen werden. Es wir einen Umbruch brauchen. Also ist die Antwort auf die Frage Reform oder Revolution: Reform und Revolution.


Dario Schai
22. May 201617:06
[email protected].

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