Die Erhöhung des Frauenrentenalters ist unüberlegt, nicht zukunftsorientiert und nicht mehrheitsfähig.

SP-Bundesrat Alain Berset hat heute die Stossrichtung für die Neuauflage der AHV-Revision präsentiert. Für die JUSO ist klar, dass er nochmals einen Schiffsbruch riskiert. Die Neuauflage muss in einem gesamtgesellschaftlichen Kontext stehen. Und dieser ist im Moment von der Digitalisierung sowie von der Bereicherung einiger Weniger auf den Schultern der Lohnabhängigen geprägt. Dies wird mit dem Vorschlag der Erhöhung des Frauenrentenalters und dem Nicht-Erhöhen des Rentenniveaus nicht berücksichtigt.

Die JUSO zeigt sich nicht zufrieden mit der heute von Bundesrat Berset präsentierten Stossrichtung der neuen Rentenreform.

„Die Erhöhung des Frauenrentenalters ist unüberlegt, nicht zukunftsorientiert und nicht mehrheitsfähig.“ meint JUSO Präsidentin Tamara Funiciello. „Wir leben in Zeiten, in denen die bezahlte Arbeit laufend abnimmt, die Digitalisierung viele Jobs in Frage stellt und dann haben wir tatsächlich nichts besseres zu tun, als die Arbeitszeit der Hälfte der Bevölkerung zu erhöhen?! Das macht einfach keinen Sinn.“

Die kommende Revision muss die grossen gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen berücksichtigen. Das ist neben der Abnahme der bezahlten Arbeit, auch die Konzentration von Geld in den Händen einiger Weniger.

„Die Renten sollen gleich hoch bleiben, weil angeblich nicht genug Geld da ist. Die 300 reichsten Menschen in diesem Land sind im letzten Jahr jedoch 60 Milliarden reicher geworden. Das ist das gesamte Bundesbudget. Irgendwas geht da mächtig schief.“ So Funiciello weiter. „Man müsste diese Menschen ein Jahr lang richtig besteuern, und wir hätten das Loch in der AHV gestopft. Geld ist genug da. Es muss endlich zu denen zurück, die es erarbeitet haben!“

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