JUSO wählt neues Vizepräsidium und fordert demokratische Kontrolle von internationalen Konzernen

Die JUSO Schweiz hat heute an ihrer Delegiertenversammlung das Positionspapier «Kampf der Ausbeutung des Globalen Südens» verabschiedet und unterstützt als erste Partei den «Strike for Future», welcher die Klimabewegung für den 15. Mai 2020 ausgerufen hat. Des Weiteren hat die Delegiertenversammlung Simon Constantin (VS) in die nationale Geschäftsleitung gewählt und mit Pauline Schneider (NE) und Nicola Siegrist (ZH) zwei neue Vizepräsident*innen ernannt.

An der Delegiertenversammlung der JUSO Schweiz in Affoltern (ZH) hat die Partei klar Stellung bezogen gegen die Ausbeutung des Globalen Südens. Die herrschende Lebens- und Wirtschaftsweise führt zur Zerstörung unserer Umwelt und zur Ausbeutung und Vertreibung unzähliger Menschen. Für die JUSO ist deshalb klar: Produkte, bei deren Herstellung keine existenzsichernden Löhne bezahlt wurden, dürfen nicht weiter in der Schweiz verkauft werden und die Treibhausgasemissionen, welche die Schweiz verursacht, müssen sofort gesenkt werden.

Des Weiteren fordert die Jungpartei die demokratische Kontrolle von Konzernen durch einen Rat, der zusammengesetzt wird aus gewählten Vertreter*innen der Angestellten und der Bevölkerung aus jedem Land, in dem das Unternehmen tätig ist.
JUSO-Präsidentin Ronja Jansen kommentiert: «Unsere Lebens- und Wirtschaftsweise basiert auf der Ausbeutung des Globalen Südens. Dem müssen wir endlich ein Ende setzen. Wir brauchen eine demokratische Wirtschaft, statt eine Fortsetzung der Konzerndiktatur.»

Die JUSO hat an ihrer Delegiertenversammlung zudem die Unterstützung des «Strike for Future» beschlossen, welcher am 15. Mai 2020 stattfinden wird. Jansen ergänzt: «Damit wir die Klimakatastrophe aufhalten können, braucht es jetzt den Druck von der Strasse. Wir müssen den Mächtigen klar machen, dass wir nicht mehr bereit sind dieses Wirtschaftssystem mitzutragen, das unsere Zukunft zerstört.»

Ausserdem hat die Jungpartei zwei neue Vizepräsident*innen gewählt. Die Neugewählten Pauline Schneider (NE) und Nicola Siegrist (ZH) freuen sich auf ihre neue Aufgabe. Siegrist, auch Kantonsrat in Zürich, kommentiert: “Wenn Hundertausende fürs Klima und die Gleichberechtigung auf die Strassen strömen, dann braucht es eine Partei, welche auf die drängenden Probleme der Zeit radikale Antworten bietet.” Es freue ihn, im neuen Amt weiter an diesen Antworten arbeiten zu können.

Bild der aktuellen Geschäftsleitung der JUSO Schweiz (v.n.r.: Nicola Siegrist, Barbara Keller, Sandro Covo, Muriel Günther, Bertil Munk, Ronja Jansen, Clément Borgeaud, Pauline Schneider, Simon Constantin)

Bild des aktuellen Gesamt-Präsidiums (v.l.n.r.: Pauline Schneider, Ronja Jansen, Nicola Siegrist)

Bild von Simon Constantin (VS), neues Geschäftsleitungsmitglied JUSO Schweiz

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