Junge Linke mobilisieren gegen den Unsinn der jungen Rechten: für Büezer*innen statt Bonzen

Die bürgerlichen Jungparteien hielten heute in einem schicken Sitzungszimmer in der Welle 7 (Bhf. Bern) eine Pressekonferenz ab. Sie haben ihren Plan zum Angriff auf unsere Renten vorgestellt. Ihre Vorschläge richten sich gegen die grosse Mehrheit der Bevölkerung und nur eine superreiche Minderheit profitiert. Deshalb trafen sich die JUSO Schweiz und die Jungen Grünen Schweiz zur gleichen Zeit vor dem Gebäude, um die Schweizer Bevölkerung über die Absurdität dieser Vorschläge zu informieren.

Seit Jahrzehnten stehen die sozialen Errungenschaften unserer Sozialsysteme unter Druck durch die rechtsbürgerlichen Parteien. Heute nutzen sie ihre Jungparteien um diesen Wunsch nach Sozialabbau zu legitimieren: das Argument des Generationenkonflikts scheint im ersten Moment nachvollziehbar, aber schlussendlich wird immer klar, dass Angriffe auf das Rentensystem nur denjenigen an der Spitze zugute kommen.

Seit der Einführung der AHV (1948) hat sich die Produktivität in Schweiz verdreifacht (SGB 2015). Das Problem ist also nicht, dass die Lebenserwartung gestiegen ist. Problematisch ist viel eher, dass von diesen Produktivitätssteigerungen diejenigen nicht genügend profitiert haben, welche dafür verantwortlich sind: nämlich die arbeitende Bevölkerung. Julia Küng, Co-Präsidentin der Jungen Grünen Schweiz bestätigt: “Wir haben längst die nötige Produktivität und das nötige Geld, um faire Renten zu bezahlen: Wir müssen nur endlich beginnen dies gerecht zu verteilen. Ein würdiges Leben im Alter ist ein Grundrecht.”

Die bürgerlichen Jungparteien verstecken sich lieber hinter technokratischen Argumenten anstatt für ihre asoziale Politik geradezustehen. Sie wollen den Umwandlungssatz in der 2. Säule senken und das Rentenalter in Abhängigkeit der Lebenserwartung erhöhen. Das bedeutet eine Rentenkürzung für den Grossteil der Bevölkerung statt einer Rückverteilung des Reichtums unserer Gesellschaft. Ronja Jansen, Präsidentin der JUSO Schweiz, meint deshalb: “Bei der Altersvorsorge geht es nicht um Alt gegen Jung, sondern um Oben gegen Unten. Die bürgerlichen Jungparteien haben heute gezeigt, auf welcher Seite sie stehen. Doch auch wir haben uns entschieden: Wir kämpfen für Büezer statt Bonzen. Wir wehren uns gegen jeden Rentenabbau auf Kosten der 99%.

Die Anwesenheit der jungen EVP, der jungen CVP und der jungen Grünliberalen zeigt ausserdem eines: die Zusammenarbeit mit den Jungfreisinnigen führt zu einer fast schon libertären Politik. Diese Parteien zeigen gerne ihre soziale Ader: offensichtlich ist das nicht mehr als ein Deckmäntelchen.

Die JUSO und die jungen Grünen haben deshalb vor dem Gebäude Flyer verteilt, um die Bevölkerung auf diesen Rentenklau hinzuweisen (siehe Fotos).

Link zu den Fotos.

Quellen:
1: SGB 2015, mit Daten des BFS, Ameco und KOF/Siegenthaler (2014)

Weitere Auskünfte:

Ronja Jansen, Präsidentin JUSO Schweiz, +41 76 675 12 23

Julia Küng, Co-Präsidentin Junge Grüne Schweiz, +41 77 475 82 66

 

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