JUSO und Tausende Schüler*innen fordern vom Bundesrat einen Prüfungsstopp!

Der Bundesrat wird am Mittwoch über die Maturitätsprüfungen entscheiden. Die JUSO und Tausende Schüler*innen im Abschlussjahr fordern eine Absage der Maturitätsprüfungen.

Was ist bisher passiert:

Matur-Schüler*innen (Gymnasium, BMS, WMS, IMS, FMS) sind in einer komplizierten Situation, denn nach schwierigen Wochen im Distance-Schooling warten sie seit Ewigkeiten auf Gewissheit, was die Abschlussprüfungen anbetrifft. Sie haben deshalb in den vergangenen Wochen mit verschiedenen Protestformen auf ihre Anliegen Aufmerksam gemacht (Petitionen, offene Briefe). Die EDK hat am Donnerstag mündliche Prüfungen grundsätzlich abgesagt. Einige Kantone haben anschliessend angekündigt, dass sie die schriftlichen Prüfungen ebenfalls absagen wollen, sofern der Bundesrat dies zulässt. Der Bundesrat wird voraussichtlich am Mittwoch entscheiden.

Die JUSO Schweiz ist erfreut über die Entscheide der kantonalen Regierungen, welche die schriftlichen Prüfungen abgesagt haben. Für die Jungpartei ist klar: Die Vermittlung des Prüfungsstoffs kann im Homeoffice nicht garantiert werden. JUSO-Präsidentin Ronja Jansen erklärt: “Das Festhalten an den Prüfungen verstärkt die Ungleichheit zwischen den Schülerinnen und Schülern. Nicht alle haben Zuhause die nötige Ruhe und den nötigen Platz um sich auf die Prüfungen vorzubereiten.” Auf Aufruf der Jungsozialist*innen haben in der Deutschschweiz bereits über 2’000 Schüler*innen ein Mail an ihre Bildungsdirektion geschrieben, um genau das einzufordern. Gewisse Regierungen haben jedoch auch gegen die Interessen der Schüler*innen entschieden. Deshalb erwartet die JUSO vom Bundesrat, dass er weitergeht und an der Sitzung vom Mittwoch die Maturitätsprüfungen schweizweit absagt. Schüler*innen sollen aber trotzdem individuell entscheiden können, von zuhause aus Leistungsüberprüfungen abzulegen, um beispielsweise ihre Noten zu verbessern. So kann eine schweizweite Gleichberechtigung für diesen Jahrgang bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Coronakrise gewährleistet werden. JUSO-Präsidentin Ronja Jansen stellt klar: “Der Bundesrat muss jetzt handeln und die Interessen der Schülerinnen und Schüler endlich ernst nehmen.”

Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen ruft die JUSO gemeinsam mit verschiedensten neu entstandenen Schüler*innengruppen, darunter ‘KeineAP2020’ zum digitalen Protest auf. Tausende Schüler*innen werden im Verlauf vom Tag Bundesrat Guy Parmelin unter den Hashtags #Pruefungsstopp und #StopTheExams dazu auffordern, ihre Forderung umzusetzen.

 

Weitere Auskünfte:
  • Ronja Jansen, Präsidentin JUSO Schweiz, +41 76 675 12 23

Maturitäts-Schüler*innen aus verschiedenen Kantonen:

  • Jonathan Daum, Kanton Zürich, +41 76 375 02 38
  • Anna Miotto, Kanton St. Gallen, +41 78 768 21 76
  • Mirjam Hostetmann, Kantone Obwalden und Luzern, +41 79 594 33 39
  • Lara Hitz, Kanton Aargau, +41 79 582 94 93
  • Flavia Gruber, beide Basel, +41 77 499 16 09
  • Gianna Strobel, Kanton Bern, +41 78 901 53 86

Filip Mihajlovic, Vertreter Presse ‘keineap2020’, 076 512 22 31, [email protected]

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